Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

geradheit, f.

geradheit, f.
1)
gerader zustand oder eigenschaft, z. b. des menschlichen körpers, ebenmäszigkeit, wohlgestalt: geradheit oder hubscheit, elegantia voc. 1482 l 8ᵃ; im gegensatz zur krümme oder schiefe: wer sich auf den markt stellt, der sei gefaszt, dasz man prüfe seines wuchses gradheit oder schiefe. Rückert mak. 1, 6.
2)
rechtschaffenheit, aufrichtigkeit, s. gerad 3, g, θ: mangel an geradheit des herzens. Kosegarten bei Campe; ihr habt gut von wahrheit und geradheit reden. Göthe 20, 109; weil sie in geradheit und reinheit dasjenige darstellte, was wir an allen frauen wünschenswerth finden. 21, 130;
gott hat die gradheit selbst ans herz genommen,
auf gradem weg ist niemand umgekommen.
4, 336.
vgl. geradigkeit, geradsinnigkeit.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1891), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 3558, Z. 32.

Im ¹DWB stöbern

a b c d e f g h i
j k l m n o p q r
s t u v w x y z -
geplärre gernhören
Zitationshilfe
„geradheit“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/geradheit>, abgerufen am 23.01.2022.

Weitere Informationen …


Weitere Informationen zum Deutschen Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)