Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

gerberhund, m.

gerberhund, m.
canis coriarii: wann er sich gefült hat gleich wie daʒ fasz, speiet er gleich wie ein gerber-hundt. Keisersberg narrensch. 312 Scheible, 'im spott, wider die, so viel saufen und fressen, und hernach speien müssen, wie die gerberhund, so zu viel abgeschabenes von den häuten fressen' Frisch 1, 342ᶜ; aber disz patrocinium und gute wort, so wir hiemit dem wein und ehrlichem rausch verlihen, gehet die gar nicht an, die sich seu und stickewicke vol sauffen, .. und speien wie die gerbershunde, und schreien eitel iambos wie die esel, .. beiszen und schlagen wie die mertzengeul. Mathesius diluvium (1587) 406ᵃ; andre lagen, speieten und kotzeten als die gerberhunde. Philander (1666) 1, 428; noch mundartlich: schles. speien wie ein gerberhund, eine gerbersau Weinhold 26ᵇ; rhein. er kotzt wie ein gerberhund Kehrein 159. Klein 142; nd. he spiet sick as een garwerhund Dähnert 143ᵃ; krank on ongesund, frête wî e jarwerhund (viel und hastig). Frischbier 1, 227ᵃ; vgl. er kotzt wie 'ne jerberteele oder jerbertiene. der richtige Berliner 16.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1891), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 3590, Z. 79.

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Zitationshilfe
„gerberhund“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/gerberhund>, abgerufen am 30.11.2021.

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