Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

gerechtigkeitsliebe, f.

gerechtigkeitsliebe, f.:
die gerechtigkeitsliebe, die freiwillige neigung, das recht zu beobachten. Garve anmerk. zu Cic. de off. 1, 90; nunmehro merke ich, wo die gerechtigkeitsliebe aufhöret. Weisze kom. op. 1, 183; sein tod selbst, welcher wenigstens meine gerechtigkeitsliebe befriedigen sollte. Lessing 7, 354; seine (des kaisers) gerechtigkeitsliebe. Klinger 11, 25; durch übel verstandene gerechtigkeitsliebe irre geführt. Göthe 6, 207. 40, 146; auf diese art legen wir nach unserer strengen gerechtigkeitsliebe mehr schuld in die schaale des begünstigten, und vermindern sie in der schaale des bestraften. Schiller II, 359; indem sie sich anfangs mit scheinbarer gerechtigkeitsliebe einmischten. Fr. Schlegel 11, 20.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1891), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 3614, Z. 25.

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Zitationshilfe
„gerechtigkeitsliebe“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/gerechtigkeitsliebe>, abgerufen am 07.12.2021.

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