Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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ger, m.

ger, m.,
wurfspiesz u. s. w., s. gehr (dazu vergl. schweiz. idiotikon 2, 400).
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1891), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 3542, Z. 6.

ger, f.

ger, f.
verlangen, begehr, begierde, mhd. gër, nebenform zu gir (s. gier):
zuͦ streiten was sein gere.
Haupts zeitschr. 8, 493;
und wappen dich nach heldes ger.
H. Sachs 3, 2, 134ᵇ;
hertzlieber man, was ist dein ger?
3, 2, 172ᵃ;
mir ist alles in meiner ger
das er auch köme zu uns her.
fastn. sp. 418, 36;
mich fragt ain junkfrau mit groszer ger
ob sie zu man nemen zeitig wer.
759, 9;
zuͦ letst do schriends sus mit ger,
ob endert kein guͦtter bruder wer.
Hans Schnider die künigl. schlacht vom j. 1504 (flieg. bl.) p. 7.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1891), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 3542, Z. 8.

geregen, n.

geregen, n.,
coll. zu regen, regenwetter, landregen, ahd. girigini, mhd. gerigene, gerigen Lexer 1, 879. Schm.² 2, 71:
das gerigen hat den win genomen.
teufels netz 11497;
bis das kompt ain grosz gerigen.
9503;
kam ein solches grosz geregen ... das büchsenschützen mit irem geschosz ganz kain nutz (waren). Wilwolt v. Schaumb. 75; ob sach wer, das ein gereigen (var. geregen) in den snee oder der snee sust jehling abgieng. Tucher baumeisterb. 252, 26.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1891), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 3618, Z. 32.

geregen, verb.

geregen, verb.
verstärktes regen.
1)
bewegen, rühren, mhd. geregen Lexer 1, 874: do det derselbe (im bett liegende) Cuͦnrat derglich wie er sich were (wehre), und sprach: der in ufhube oder wie lützel man in geregete oder wante, er muͤste sin sterben. Closener in chron. d. d. städte 8, 88, 1; reflexiv: die waʒʒer wurden als groʒʒ, daʒ sich niemand geregen kund. chron. der d. städte 4, 81, 15 (Augsburg, 15. jahrh.); begriffen in bei dem hals und truckten in, das er sich niendert geregen mocht. heiligen leben (1472) 23ᵇ. 172ᵃ; ich weisz nit, was dings mir mein hindern fusz verstrickt hat, das ich mich nit mag geregen. Steinhöwel Esopus 73ᵇ; das er umgeben ward und sich mit seinem volk nit geregen noch streiten mocht. Livius von Schöfferlin 70; da wolt Saul im (David) anlegen sein kuris; da er in anhet, da kunt er sich nit geregen damit, er het sein nit gewont. Keisersberg brösaml. 61;
und seinen halsz so hart umbfieng,
dasz er sich nit geregen kundt.
Erasm. Alberus 101ᵇ;
nun sindt wir in eim thale eng;
wo sie uns ietzundt greiffen an,
so kemb unser keiner darvan,
weil wir uns da nit künnen geregen.
H. Sachs 13, 328, 17 Keller;
golliecht und wachsliecht, on die wir
des nachts mit nicht uns kün geregen.
4, 158 Göz.
2)
indicare, zur anzeige bringen, s. Germania 6, 285:
frunthuld geregen,
den dînern gerne czulegen.
Joh. Rothe dür. chron. 430 Vilmar,
entsprechend dem einfachen regen, anregen, anzeigen:
vor dem dô brûdir Conrât
der lantmeistir regete
und in klage legete
daʒ unrecht.
Nicolaus von Jeroschin 17666.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1891), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 3618, Z. 40.

geregen

geregen,
bestrebt: (die rathsfreunde von Frankfurt und Mainz zu senden) an unsern herren von Colne, in zu biden von der zwitracht zuschen unserm herren dem konige und dem bischoff von Mencze wegen, darzu geregen zu sin, daʒ die mochte hingelacht werden. Dief.-Wülcker 613 (Frankfurt, von 1406).
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1891), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 3618, Z. 74.

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Zitationshilfe
„geregen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/geregen>, abgerufen am 05.12.2021.

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