Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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gereinsel, n.

gereinsel, n.
kehricht: will also hiemit mein hertz der gehrtn jungfferer gofferirt habn, es ist doch bei meiner sechsz auch nit gleich hinter d' thür zwerffn oder mit dem kierergreyntzel auffm misthauffn ztragn, dan soliche bissel nit alli tag kumen. Schwabe tintenf. 59 (er schreibt gewöhnlich raufangkierer).
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1891), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 3621, Z. 30.

gerinnsel, n.

gerinnsel, n.
1)
lab, das die milch gerinnen macht, sieh rinnsel 4: diser wild knoblauch heiszt im oberland ramseren, das ist gerinsel, darumb das die milch vom safft disz knoblauchs gerinnet und zuͦsamen laufft. Bock (1551) 286ᵃ; labmagen: nimb lippen oder gerinsel von einem ziegenböcklein 3 loth klein gestoszen. Tabernaemont. (1588) 772; auffgetrucknetes gerinsel oder lip von dem meerkalb. 278.
2)
die festen bestandtheile der gerinnenden oder geronnenen flüssigkeit: das gerinnsel der milch; es scheidet sich aus dem ausgeflossenen safte ein fasriges gerinnsel ab (bei der guttapercha-bereitung). Karmarsch-Heeren² 2, 210;
triumph! wie schön das blutgerinnsel
dem bleichen ecce homo läszt!
Lenau Savonarola 166.
3)
das rinnende wasser:
die braune felswand allerwärts
schickt ihm (Rhein) ihr dunkelgelb gerinnsel.
Freiligrath 2, 222.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1892), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 3711, Z. 66.

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Zitationshilfe
„gereinsel“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/gereinsel>, abgerufen am 06.12.2021.

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