Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

gereiz, n.

gereiz, n.
1)
aufreizung, aufregung, ahd. gereizi, gereize, geraize, concitatio, seditio Graff 2, 559. Schm.² 2, 194, mhd. gereiʒe Lexer 1, 877, s. gereisze 3: dô er gesach, daʒ sent Johannes der luͦte sô vil bekarte, dô machete er ein gereiʒe und ein geruofte ober sente Johannem. pred. 79, 22 Leyser;
mit grôʒme gereiʒe
quâmen sie zu kreiʒe.
Herbort von Fritslar 8749;
si machent ain geraitz under wiben.
teuf. netz 11992.
2)
angriff: am freitag lag er mit seinem here an derselben stat und warn still und triben kein geraitz gegen der stat, dann waʒ er armen leuten tet scheden mit fütrung. chron. d. d. städte 2, 155, 8 (Nürnberg, von 1449); an demselben suntag zugen hie aus die unsern und der swebischen stet geraisiger zeug und machten ein geraitz und lieszen etlich brennen bei Sendelbach auf daʒ, ob die von Pairstorf heraus wolten lassen, daʒ die unsern gern hinter sie chomen wern. 160, 11; gefecht: die weil das gereitz also vor frawentor wert (währt), waren etlich gereisig von Vorcheim durch den walt chomen. 193, 8 (von 1450); etlich pawern waren nach dem ersten geraitz in den walt gefaren nach holcz. 193, 22.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1891), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 3628, Z. 74.

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Zitationshilfe
„gereiz“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/gereiz>, abgerufen am 07.12.2021.

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