Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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geräte, gerät, n., collectiv

geräte, gerät, n., collectiv

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von rât, ahd. karâti, girâti, kirâdi, consilium, consolatio, secretum, mysterium Graff 2, 465, alts. girâdi, hilfe, vortheil Heliand 4195, im mhd. geræte, md. gerête, gerêde Lexer 1, 871, den verschiedenen bedeutungen von rât entsprechend: die ratschläge, die man ertheilt, beratung; überlegung, entschlusz; vorsorge, hilfe; fülle, vorrat, ausrüstung, md. hausrat. im nhd. sind nur die letzteren bedeutungen erhalten, und zwar haben sich die jetzt gemein üblichen 'hausrat, werkzeug, gerätschaft', denen der begriff 'ausrüstung, vorrat' zu grunde liegt, von Mitteldeutschland aus über die nhd. schriftsprache verbreitet, daher kommt es, dasz die älteren oberdeutschen wörterbücher gerät selbst nicht aufführen, sondern nur das altüberlieferte seelgerät. das einfache wort hat sich im nhd. derart weiter entwickelt, dasz gerät nicht nur als gesamtbegriff dient, sondern auch das einzelne stück bezeichnet, eine verwendung, die sich vereinzelt schon im älteren md. nachweisen läszt: ein torecht frouwe (stahl) ein corporal von dem altere unde eine mappeln unde dar zu di buchsin mit dem heiligen licham unde stiʒ daʒ alliʒ in iren ermil .. (der priester überraschte sie beim diebstahl) doch nam he or di buchsen und slug or daʒ andere gerete uʒ der hant. Ködiz leben des heil. Ludwig 86, 31.
1)
vorsorge für die seele und deren ewiges heil, seelgeräte, s. dort.
2)
vorrat
a)
an nahrungs-, lebensbedarf:
dâ wart manec verhouwen hût
mit unkunder spîse erschoben.
sölhe herberge kunde ich loben, ..
dâ ich funde alsölh geræte.
Wolfram Willeh. 448, 2;
manic weip,
die selten immer missetete,
wær daʒ sie hete gut gerete,
beide an der kost und an der wete.
Renner 12223, vgl. 3917;
lasz das wilpret und ander guot geret.
märchen vom zaunkönig, Germ. 6, 103, 400 (15. jh.);
fleisch und brod und ander gerät, das der acker trägt. monumenta boica 2, 517; cepurica olera quae in horto seruntur, gartenkräd Pinicianus (1516) A 5ᵇ; obs, kraut, rueben, arbesz, zwifel und dergleichen geringe victualia oder gartengeräth. bair. landrecht von 1616 546; wilt du machen einen fladen von vasten gerete (fastenspeise). buch von guter speise 20;
hand si denn vail das vastengeræt ..
es sig mandel, risz, vigan,
damit tuond si (die kramer) schamlich umbgan,
von winber, klainen und groszen,
kunnends die alten under die nüwen verstoszen.
teufels netz 9903.
b)
an zündstoff: jetzt fiel der unglückliche strahl in ein hoch aufgethürmtes, lange gesammeltes brenngeräthe, und Europa entzündete sich. Schiller VIII, 382.
3)
die gesamte ausrüstung des gottesdienstes, besonders die heiligen gefäsze: das gerete des hauses gottes. Nehemia 13, 9; alles gerete des gottesdiensts. Hebr. 9, 21; reiniget euch, die jr des herrn gerete tragt. Jesaia 52, 11; das heiligthum richt er auch widerumb herrlich an und lies mehr heilig gerete darein machen. 1 Macc. 14, 15; geweihet gered, so zum gottesdienst gestifft und geordnet wirdt, item was von kleinoten, gold, silber und anderem geopfferet wirdt. Henisch 1504; gold zu güldenem, silber zu silberm, ertz zu ehernem, eisen zu eisenem, holtz zu hültzenem gerete. 1 chron. 30, 2; den tisch mit alle seinem gerete, den leuchter mit seinem gerete, den reuchaltar. 2 Mos. 30, 27. in zusammensetzungen: altar-, kirchen-, opfer-, weihgerät, s. d.
4)
die ausrüstung des heeres wie des einzelnen kriegers, waffen, rüstung, gepäck u. s. w.: mhd.
vil erhaft er (Alexander) sin gerette scuͦph ...
sibenzech tusent was sines hers.
Diemer deutsche ged. des 11. u. 12. jh. 200, 13;
nhd. da lag der weg vol kleider und gerete, welche die Syrer von sich geworffen hatten. 2 kön. 7, 15; und sollen ettliche stattliche besessene bürgere ... in jrem gerete (rüstung), mit jren hellebarten und besten wehren, zum burgermeister ... eilen. Leipziger ordn. von 1544 46ᵇ; zogen jm nach hinauff bei vier hundert man, aber zwei hundert blieben bei dem gerete (gepäck). 1 Sam. 25, 13; das sie möchten mit ihrem gerete und waffen frei sicher abziehen. Waissel chronik (1559) 212ᵇ;
lasz mein
geräth zu schiffe bringen.
Schiller XIII, 208 (jungfr. v. Orl. 1, 5, heergeräth 209).
auch das einzelne waffenstück:
strecken das schöne geräth (den speer) zur nahrungsprossenden erde.
Ilias 3, 89, vgl. 135;
Johanna. gebt mir den helm! Bertrand. was frommt euch diesz geräthe?
Schiller XIII, 179.
in zusammensetzungen: belagerungs-, feld-, heer-, kampf-, kriegs-, schlacht-, schleuder-, waffengerät, s. d.
5)
alles was zur ausrüstung des schiffes gehört, mhd. schifgeræte Tristan 8602: die schiffleute .. worffen das gerete, das im schiff war, ins meer. Jona 1, 5; mancherlei schiffsgeräthe. Felsenburg 4, 117;
eilig brachten wir jezt die geräthe des schiffes in ordnung.
Voss Odyss. 11, 9;
aber Tälemachos trieb und ermahnte die lieben gefährten,
schnell die geräthe zu ordnen. sie folgeten seinem befehle:
stellten den fichtenen mast in die mittlere höhle des bodens, ..
spannten die weiszen segel mit starkgeflochtenen riemen.
2, 423.
6)
die ausrüstung des reisenden: die patronen (des schiffes) haben in der herberg den pilgrin entbotten, dasz sie sich mit allem jrem geräth auff die galleen solten lassen führen. reisbuch des heil. lands 1, 229 (reise Hans Werli's von Zimber, 1483); nim dein wandergerete und zeuch am liechten tage davon. Hesekiel 12, 3; und solt dein gerete eraus thun, wie wandergerete. 4; nun sind alle hände mit der verfertigung seines (des abreisenden) geräthes beschäftigt. Pfeffel pros. versuche 1, 27.
7)
allgemein, das gesamte zubehör, alles was damit zusammenhängt:
prior. die welt
und ihr geräthe liegt schon lange zeit
versiegelt da auf jene grosze reise.
Schiller V, 2, 264 (don Carlos 2, 14).
8)
werkzeug der bauern, handwerker, künstler u. s. w.: landwirthschaftliches geräth, auszer dem handgeräth eine anzahl von spanngeräth, wie der pflug, die egge, die walze. Krafft landw. lex. 364ᵇ; zu dem handgeräth der landwirthschaft sind namentlich zu rechnen: spaten, schaufel, hacke (haue), sense und sichel, dreschflegel, heu- und düngergabel. 403ᵃ; die gebäude wieder aufzubauen, den verlust an vieh und geräth zu ersetzen, die wirthschaft fortzuführen erwies sich als schwer. Freytag werke 12, 232; in zusammensetzungen: ackergeräthe, instrumenta rustica Steinbach 2, 222, baurengeräte, arma rustica Frisch 2, 88ᶜ, gartengerät, s. d.; nim abermal zu dir gerete eines törichten hirten. Sacharja 11, 15, zween stebe v. 7; Blaustrumpf hatte den kutscher und sein geräth (wagen) nur gemiethet. Gutzkow Blasedow (1838) 1, 434; spaden und spannung oder was sonst zum deichgeräthe gehörte. Möser patr. phant. 1, 327;
alle sogleich nun erregt ergriffen das starke geräthe,
schaufel und hacke mit lust, dasz der klang des erzes ertönte,
auch den gewaltigen pfahl, den steinbewegenden hebel.
Göthe 40, 342;
handwerksgeräte, instrumenta opificum Stieler 1503; zimmer- sive baugeräte, materia ad aedificandum apta. ebenda; geräthe, die zu einem baue vom maurer- oder zimmermeister zu liefernden werkzeuge. Ehrenberg baulex. 260; fischergerät, instrumentum piscatorium, als ein gäbele. Henisch 1504; nachdem er (der friseur) mit seinem geräthe (kamm und nadel) in diesem sechsgelock ordnung gestiftet hatte. Immermann Münchh. 1, 32; geräthe zum erzprobiren. Röhrig techn. wb. 329ᵇ; chymisch geräth. Woyt 982; geräthe oder die ausstattung einer loge musz sein: die bibel, der zirkel und das winkelmasz. Gädicke freimaurerlex. (1818) 212; gerät zum turnen; schreibgerethe, graphium Dief. 268ᶜ (14. jh.); kunst wil gerete haben. Neander sprichwörter 20 Latendorf; Vulcans werkstätte, die mit allem möglichen kunstgeräthe und mit werken seiner kunst angefüllt ist. Wieland Lucian 5, 224, s. kunstgeräte.
9)
hausrat, hausgerätschaft: md.
sîn hûs und sîn gerede.
heil. Elisabeth 643 Rieger;
ich (der krämer) habe auch gutes geretes veil,
nuscheln (spangen) unde deiszelseil (seil zum anbinden der pferde an die deichsel),
beutel unde teschelein,
darzu die glesen tepfelein.
osterspiel in Wackernagels leseb. 1, 1015, 38 (15. jh.);
nd. husgerede, -gerad, supellex Dief. 568ᵃ, hochd. hausgerat, utensile 631ᵇ (15. jahrh.); geräd, hauszgeräth, was nicht eingemauret ist, als zinnwerck, schisselen, kandlen, kuchenwerck. Henisch 1504; leihen heiszt das, wenn ich jemand mein geld, gut oder gerete thu das ers brauche, wie lange jm not ist, oder ich kan und wil ... wie ein nachbar dem andern leihet schüssel, kannen, bette, kleider. Luther 7, 372ᵇ; geräth, meubles Rädlein 356ᵇ; schlechte geräthe, armer leute geräthe, lumpen. 357ᵃ; kammer-, bettgeräte Ludwig 741; in der ausstattenden kunst nennt man geräthe alle mobilien, möbel, decorationsgefäsze u. s. w. Mothes ill. baulex. 2, 393ᵇ; geräte in der küche, geschirr. Kramer 2, 93ᶜ; alles offen gerete, das kein deckel noch band hat. 4 Mos. 19, 15; mache auch aschentöpffe, schauffeln, becken, krewel, kolpfannen, alle sein gerete soltu von ertz machen. 2 Mos. 27, 3, s.feuergeräte; zinnern geräte. Ludwig 741; masergerät, s. d.; allerhand häszliche ausgestopfte thiere hingen von der decke herab, unbekanntes seltsames geräthe lag durcheinander auf dem boden. E. T. A. Hoffmann gold. topf 5. vig.; ich langte aus dem schrank die beiden geräthe (zahnstocher und seife). Rückert makam. 1, 62; die nähnadel und plätte und anderes geräthe des weiblichen ackers. J. Paul 22, 229;
ja, ich weisz, wie behaglich ein weibchen im hause sich findet,
das ihr eignes geräth in küch' und zimmern erkennet.
Göthe 40, 253.
auszerdem in zahlreichen zusammensetzungen, wie back-, bade-, haus-, kasten-, kisten-, küchen-, lösch-, schöpf-, spiel-, spinn-, tafel-, tisch-, theegerät, s. d.
10)
scherzhaft vom gemächt: ob der neugekoren papst auch mit allem hauszgeräht zur kleinen nächtlichen hauszarbeit gestaffiert sei. Fischart bienenk. 232ᵃ; dein mannsgeräth. Voss Aristophanes 3, 51.
11)
weiszleinene wäsche: leinen geräth, lineum instrumentum Henisch 1504; weisz geräte, lintea pura, lota. schwarz geräte, lintea immunda, sordida. Stieler 1503. Ludwig 741; geräthe nennet das frauenzimmer die sämmtliche wäsche und sonderlich das leinene zeug, welches sie im vorrath haben, und in der haushaltung gebraucht wird. Amaranthes² 569; es sollte ein reinlich kaste sein für leinen geräthe drein zu legen, da nicht eisen durchgeschlagen das leinen geräthe eisenmalicht machte. Luther briefe 5, 162; wer zahlt holtz, saiff und wäscherlohn, wann sie mir und ihr das leinen geräd saubern läst? Simpl. 3, 200, 14 Kurz; auch fande ich .. einen groszen vorrath von allerhand leinen geräth, hembdern, leilachen, handzwehlen, servietten, fatzinetlen. 3, 382, 30; ich wolte gestern etwas von weiszen geräthe auff unserer obern bühne auffhencken. 4, 60, 17, etwas von weiszem zeug 63, 29; die (gräfin) trägt sich erbar, in einem feinen erbarn schwarzen kleid, mit ehrbarem feinem weiszem geräth. Philander (1650) 2, 89; er kam wieder und sagte mir, dasz er bis auf das weisze geräthe und eine madratze zum schlafe mit den nöthigsten möbeln versehen wäre. Gellert 3, 316; tischgeräthe, linteamenta coenatoria Steinbach 2, 222. die bedeutung 'wäsche' ist noch heute in Frankfurt a. Main und an der untern Lahn gebräuchlich, in mundartlicher aussprache grêt Kehrein 159. Pfister 227, in gerichtlichen anzeigen durch leib- oder weiszgeräth verdeutlicht: in Niederrad wurde bei einem waschmann eingebrochen und diesem drei mahnen (körbe) mit weiszgeräth gestohlen. Frankf. journal vom 3. mai 1873; als fem. auch in Würtemberg: was in die geräth kommt Schmid 420. s. leinwandgeräte.
12)
kleidung: mnd.
aldus schal syn al syn gherede (ausrüstung, anzug), ..
enen mantel hebbe he umme
bunt in alle siner krumme,
ok schal ene bunte koghele staen
up sime hovede u. s. w.
meister Stephans schachbuch 1904;
nhd. wullin geräth, vestimenta, indumenta Henisch 1504, wüllen geräth, habillements ou hardes de laine Rädlein 357ᵃ; darumb heiszt (in dem spruche wer zwene röcke hat, gebe dem einen, der keinen hat) ein rock die gantze kleidung, das gerehte der kleider. Luther tischr. 142ᵇ Aur.; ein weib sol nicht mans gerete tragen, und ein man sol nicht weiberkleider anthun. 5 Mos. 22, 5; alle kleider und alle gerete von fellen, und alles peltzwerck. 4 Mos. 31, 20; das Herman sampt einem stadtdiener gefangen und alles seines gerets bis aufs hemde beraubet ward. Waissel chronik 212ᵃ; noch siebenbürg. geräth, kleidungsstücke überhaupt Haltrich 99.
13)
zierat, schmucksachen, kleinode: mhd.
an zierlîchem geræte
an lîbe und an der wæte,
daʒ niemen deheine
von edelem gesteine
von sîden und von golde
beʒʒer haben solde.
Gregorius 3213;
nhd. die kinder Israel hatten .. von den Egyptern gefordert silbern und gülden gerete, und kleider. 2 Mos. 12, 35;
er trug viel gülden geräth auf dem haupt;
das war aus dem tempel Jehovas geraubt.
H. Heine Belsazar.
in zusammensetzungen: hof-, pracht-, prunk-, putz-, schaugerät, s. d.
14)
stirnschmuck und riemenwerk der pferde: stirngeredt, frontale equi Dief. 248ᶜ. Dasyp. V 3ᵃ, stirngeräd Schönsleder Gg 6ᵃ, das stirngerädt oder die stirnriemen am zaum Frisius dict. puerorum (1556) 1, 322ᵃ. 2, 223ᵃ. Maaler 389ᵇ. Rädlein 846ᵃ, dazu vgl. sterngesmyde, frontale, frontis ornamentum in equis Kilian; rosskräid Pinicianus, s. bei gerade sp. 3556; vordergeräth, antilena, vordergeschirr der pferde, hintergeräth, postilena Frisch 2, 88ᶜ; vorder grät, hinder grät am sattel Dasypodius F 2ᶜ. V 3ᶜ. hier hat eine vermischung zwischen gerät und gereit stattgefunden, noch bei Brack 36ᵃ steht das ältere ursprüngliche: vordergerayt antela, hindergerayt postela, gerayt unden an dem sattel, subtela. s. gereit.
15)
zusammensetzungen:
gerätekammer f.
kammer in wohngebäuden zum aufbewahren von geschirr, möbeln u. s. w., rumpelkammer; in Frankfurt a. M. kammer zur aufbewahrung der wäsche Röhrig techn. wb. 281ᵃ. —
gerätekasten m.
werkzeugkasten Mothes ill. baulex. 2, 393ᵇ; behältnis zur verwahrung der wäsche, auch gerätheköthe genannt Amaranthes² 569. —
geräteschrank m.
wäschschrank Amaranthes² 570. —
geräteschuppen m.
wirtschaftsraum zum aufbewahren der ackergeräte, wagen, pferdegeschirre u. s. w. Eger techn. wb. 2, 329. —
gerätewagen m.
wagen mit werkzeug. Eger a. a. o.
geräthaushälterin f.
beschlieszerin der wäsche in gasthöfen und gröszeren haushalten: geräthaushälterin, welche auch die zimmer nachzusehen hat. Frankf. journal vom 3. april 1872. —
gerätholz n.
nutzholz, 'welches wohl geschlacht ist und zu allerhand instrumenten, dann auch vor die werkleute tauget' im gegensatz zu brenn- und bauholz. Heppe wohlred. jäger 280ᵇ: den handwerckern in denen städten, als schreinern, pütnern, wagnern, bildschnitzern ... sol man ziemlich um gebührlich geld mit gereth-holtz helffen. brandenb.-kulmb. waldordn. von 1531 in Fritschii corp. jur. ven. 3, 339ᵃ. —
gerätlos
ohne hausrat und geschirr: nun giengen wir durch eine kleine geräthlose küche. Brentano 4, 33. —
gerätpflanze f.
zu allerlei gerätschaften und werkzeug, sowie zur färberei dienlich Oken 2, 367. —
gerätseil n.
wäschseil Kehrein 159. —
gerätsgut
was gerätschaftsgut. —
gerätstifter m.
stifter eines seelgerätes (s. d.) Frisch 2, 88ᶜ. —
gerätträger m.
wandernder händler, der eisernes gerät (von Steyer in Österreich nach Nürnberg und Obersachsen) trägt Melzer beschr. d. stadt Schneebergk (1684) 110 fg.
gerättuch n.
tuch zum säubern des tafelgeräts: im jahre 1611 bestand am sächsischen hofe das tafellinnen aus 27 damastenen und 10 zwillichenen tafeltüchern, herrenquehlen, geräthtüchern, gemeinen tüchern und salvetlein. Leipziger tagebl. vom 13. april 1890. —
gerätübung f.
übung am turngerät, im gegensatz zur freiübung.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1891), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 3564, Z. 28.

geretten

geretten,
verstärktes retten mhd. wb. 2¹, 678ᵃ: (lange feuerleitern und haken) damit man dester pasz geretten und das fewer uberhochen müg. Nürnberger polizeiordn. 298 Baader.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1891), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 3630, Z. 26.

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„geretten“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/geretten>, abgerufen am 07.12.2021.

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