Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

gerichtsamtmann, m.

gerichtsamtmann, m.
1)
der vorsteher eines kleineren gerichts, schon in den älteren volksgerichten als stellvertreter des gerichtsherrn: der grichtsaman als der richter fragt einen von den richtern nach belieben: herr richter N. N., ich frag euch um das recht an, ob sich nun die zeit und tag verloffen habe, dasz ich müge den grichtsstab zu meinen handen nemen, nidersitzen und richten, in namen und statt des hochwürdigisten herren N. N. abte des fürstlichen unser lieben frauen gottshauss zu Pfeffers. weisth. 6, 359, 14 (von 1523); der gerichtsambtman mit dem gerichtsstab in handen. tirol. weisth. 1, 11, 1.
2)
in Baiern früher der geschworne gerichtsbote: und darauff dem geswornen fronboten oder gerichtzambtman des orts bevelhn, dasz er dem beclagten under augen, oder zu haus und hofe, für gericht gepiet. gerichtsordn. in Ober- u. Nidern-Bayrn von 1520 tit. 2, art. 1 bei Haltaus 669.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1891), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 3655, Z. 16.

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Zitationshilfe
„gerichtsamtmann“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/gerichtsamtmann>, abgerufen am 29.11.2021.

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