Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

gerichtsbeisitzer, m.

gerichtsbeisitzer, m.
beisitzender des gerichts, schöffe, in den früheren schöffengerichten zur fällung des urtheils: nachdem von demselben (präses) und den sämtlichen gerichtsbeisitzern alle gesichtszüge der hochnothpeinlichen delinquentenschaar in reife betrachtung waren gezogen worden. Musäus physiogn. reisen 4, 33. 53; in neuerer zeit als sachverständige zur begutachtung und mit stimmrecht, z. b. in handelsgerichten; in einzelnen ländern als überrest der alten zeit die bauern- oder gerichtsschöppen, die zur öffentlichen beglaubigung besonders wichtiger gerichtsverhandlungen zugezogen werden. vgl. gerichtsassessor.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1891), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 3656, Z. 70.

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Zitationshilfe
„gerichtsbeisitzer“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/gerichtsbeisitzer>, abgerufen am 01.12.2021.

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