Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

gerichtsbote, m.

gerichtsbote, m.
nuncius judicialis Stieler 182, vergl. gerichtsdiener, -frohn, -knecht, -weibel: des gerichtz bote, pote weisth. 5, 124 (von 1474), gerichtsbode 3, 865 (von 1469); ein ieder gerichtspott der fünff stäb soll das bezeugen mit zwaien oder dreien anseszen ersamen mannen, das er das landtäding auff heutigen tag zu dreien 14 tagen genugsam verkundet hab. Salzb. landtäding von 1534 bei Walch beitr. 2, 152; der fiscalisch gerichtbot. Amadis (1594) 24, 300, des fiscals gerichtsbot 302; allda (in Nürnberg) tragen die gerichts- oder frohnbotten (wie sie daselbst genennet werden) blaue röck und stäblein in der hand. Ayrer proc. 1, 4 (87ᵇ); des solle der gerichtsbot die strafe eintreiben. weisth. 2, 210 (um 1580); so ainer aines andern vich mit schaden auf seinen gründen am gras und waid findet ..., soll das vich mit gericht (in gegenwart der gerichtsschöffen) und gerichtspothen in ainen stal thuen. östr. weisth. 1, 188, 2 (17. jahrh.).
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1891), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 3657, Z. 38.

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Zitationshilfe
„gerichtsbote“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/gerichtsbote>, abgerufen am 28.11.2021.

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