Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

gerichtsfrohn, m.

gerichtsfrohn, m.
gerichtsdiener, nuncius judicii Hayme 238, lictor Hederich 1084, vgl. gerichtsbote, -diener, -knecht, -weibel: in gerichte durch den gerichtsfronen esschen (heischen) laten. lippische urkunde von 1554 bei P. Wigand beitr. 248; sein (des burgermeisters) richter- oder gerichtsfron. Ayrer dramen 2439 K.; ihme solche ladung und citation durch den geschwornen gerichtsfronen verkünden und insinuirn lassen. Ayrer proc. 2, 2 (446), gerichts-fronbott ebenda; ein geschwinder bothe und gerichtsfrohn der götter (Mercurius). Schoch studentenleben A 2; Harlequin als gerichtsfrohn, mit spitzbuben, die sich in häscher verkleidet. Lessing 4, 421; ein verschmitzter gerichtsfrohn. Musäus phys. reisen 4, 14. dazu gerichtsfrohnengebühr, an den gerichtsfrohn zu zahlen. Schwarz wb. üb. d. sächs. gesetze 2, 293ᵃ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1891), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 3659, Z. 62.

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Zitationshilfe
„gerichtsfrohn“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/gerichtsfrohn>, abgerufen am 01.12.2021.

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