Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

gerichtsgang, m.

gerichtsgang, m.
1)
rechtsstreit, procesz, s. gang I, 5, a sp. 1223 und gericht 11, g sp. 3645: daʒ zwei geschwister ein gerichtesgangk haben angefangen mit ire stiefmutter. Haltaus 671 (Straszburg, von 1454); wider disz (fünfte) gebot versundent sich schwerlich, die fürnemlich ausz bewegung hasz oder ungunst .. ire nechsten manigfaltiklichen umtreiben mit tagleisten, gerichtsgengen, offnen gerichten. Keisersberg dreieckicht spiegel Cc 2ᵃ; on offenlichen gerichts gang. ebenda.
2)
der regelmäszige gang oder verlauf des gerichtsverfahrens: wenn etwas in dem rechts- und gerichtsgange stocken wollte, waren sie befugt, dem abzuhelfen. Göthe 26, 130; überdiesz hinderte so mancher miszbrauch den gerichtsgang. 133; ein schneller, langsamer, schleppender gerichtsgang.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1891), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 3660, Z. 16.

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Zitationshilfe
„gerichtsgang“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/gerichtsgang>, abgerufen am 09.12.2021.

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