Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

gerichtsgewalt, f.

gerichtsgewalt, f.
1)
gerichtsgewalt oder gewalt zu richten, jurisdictio voc. 1482 l 8ᵇ: die gerichtsgewalt haben, haben auch friedegebot. Graf-Dietherr rechtssprichw. 403, nr. 6.
2)
der inhaber der gerichtsgewalt: wie der blosze grundbesitz im reich zum unterthanen der reichsgewalt, so macht der blosze grundbesitz im gerichtssprengel zum unterthanen der gerichtsgewalt. Sohm altd. gerichtsverf. 1, 308.
3)
vollstreckungsgewalt eines gerichts, vgl. gerichtskraft:
(ein böses maul wird) entweder aus dem land getriebn,
oder ja durch gerichtsgewalt
an galgen oder kack gestalt.
Ringwaldt laut. warh. 247.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1891), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 3661, Z. 26.

Im ¹DWB stöbern

a b c d e f g h i
j k l m n o p q r
s t u v w x y z -
geplärre gernhören
Zitationshilfe
„gerichtsgewalt“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/gerichtsgewalt>, abgerufen am 03.12.2021.

Weitere Informationen …


Weitere Informationen zum Deutschen Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)