Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

gerichtshand, f.

gerichtshand, f.
gerichtsstab mit oben daran geschnitzter hand (vgl. gerechtigkeitshand), dann symbolisch die gerichtsgewalt der obrigkeit, die recht giebt und nimmt, besonders in bair. urkunden, s. rechtsalterth.² 763: eingeantwurt vor dem rechten mit dem stab und mit gerichtshant. monum. boica 1, 437 (von 1340). 20, 234 (von 1427); der sol das tun mit gerichtzhand und in den vier wenden. Heumann opusc. 150 (von 1428); ein gut wird an die gerichtshand aufgegeben. Haltaus 672; unter gerichtshand und -siegel.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1891), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 3662, Z. 55.

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Zitationshilfe
„gerichtshand“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/gerichtshand>, abgerufen am 06.12.2021.

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