Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

gerichtsknecht, m.

gerichtsknecht, m.
gerichtsdiener, vergl. gerichtsbote, -frohn, -weibel: gerichtzknecht, gerichts-chnecht, preco Dief. 452ᶜ, nov. gl. 300ᵇ; so der gerichtsknecht uszwindig uf dem lande von gerichts wegen verkündigung thut, von der mile weges 12 hlr. weisth. 5, 267, 15. 22 (von 1475), s. unter gericht 12 sp. 3646; in latin apparitores u. s. w., aber in teütsch an etlichen enden gemein vögt, under-amptleut, geschworn gerichts- oder rathsknecht, büttel, fronboten, pedell, und etwo in grober sprach schergen genant, auch an etlichen enden mit irer herschafft kleid, roten hauben, gemalten stäben oder in ander weg für gefreit diener erkant. Tengler laienspiegel 5ᵇ; gerichtsknechte sollen in hiesigen landen für ehrliche und unbescholtene leute gehalten werden, auch bei allen vorfallenheiten, als die aufnahme ihrer kinder bei gilden, des effects davon sich zu erfreuen haben. braunschw.-lüneb. verordn. vom 9. mai 1752; Leipolt, der gerichtsknecht. Ayrer dram. 2429 K.; er faszt Louisen selbst, zerrt sie in die höh und übergibt sie einem gerichtsknecht. Schiller III, 419 (kab. 2, 7).
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1891), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 3665, Z. 76.

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Zitationshilfe
„gerichtsknecht“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/gerichtsknecht>, abgerufen am 29.11.2021.

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