Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

gerichtskost, gerichtskoste, m. und f.

gerichtskost, -koste, m. und f.,jetzt nur noch im plur. gebräuchlich:
expensa litis Dasyp. Mm 4ᵈ. s. kost theil 5, 1850.
1)
im singular: den gerichtskosten uberschlahen, zuͦsammen rechnen. Dasyp. Nn 2ᵃ; der verkleger verkostet die hundert rechtssprecher, auf das man hinach der klag umb den gerichtskosten vertragen were. Aventin. 1, 347, 28 Lexer; als fem. 'aufwand fürs gericht': welche zeit der obgenant scheffen zu Steffeln zu gedinge geit, so ist es allewege ein gewonheit, herkommen und recht gewest, so das die vorgeschribene fünf lehen dem obgenanten scheffen einen man für einen heuter (hüter) sollen geven usz und in, dan sol derselb heuter mit in der gerichts-kost sein und in frei halten. weisth. 2, 586 (von 1519).
2)
im plur.: und soll in disem fall (wenn der beklagte unschuldig befunden ward) ... die oberkeit die übrigen gerichtskosten, als für den nachrichter und andere diener des gerichts oder gefengknusz halber selbs tragen. Carolina art. 61. dazu gerichtskostengesetz, n.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1891), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 3666, Z. 19.

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Zitationshilfe
„gerichtskosten“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/gerichtskosten>, abgerufen am 06.12.2021.

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