Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

gerichtslade, f.

gerichtslade, f.
lade zur aufbewahrung der gerichtsgerätschaften, acten und gelder, s. lade 5: wann ain gebornes burgerkint sich alhir heuszlichen niderzurichten und burgerliche pflicht aufzunemben vorhabens (ist), so solte er für solche verleichung in die grichtslad 15 kr. und dem gricht zwei viertl wein und zwen kreizer brot und mehrers nit zu geben schuldig sein. östr. weisth. 6, 385, 37 (von 1598), die marktgerichtsladt 381, 23, vgl. das gerichtsbuech soll bei gericht in der lad ligen. 423, 32 (von 1562); ein beschloszne gerichtsladen, zu welcher dero drei richter jeder ein schlüssel haben, darmit nit einer on den andern darüber zu kommen hat. Fronsperger kriegsb. (1566) 1, 17ᵃ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1891), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 3666, Z. 65.

Im ¹DWB stöbern

a b c d e f g h i
j k l m n o p q r
s t u v w x y z -
geplärre gernhören
Zitationshilfe
„gerichtslade“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/gerichtslade>, abgerufen am 29.11.2021.

Weitere Informationen …


Weitere Informationen zum Deutschen Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)