Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

gerichtslaube, f.

gerichtslaube, f.
vorhalle, äuszerer gang, altane des gerichtshauses; dörfer, welche kein rathhaus hatten, bauten hölzerne gerichtslauben an oder bei der kirche Mone ztschr. 8, 36 (aus Rheinhessen, von 1342): der gerichtspot spricht, er hab das lanttäding zu trei 14 tagn uber die gerichtsläbm berueft. östr. weisth. 1, 204, 1 (von 1565), läbm für läuben; sachen, die uff das gerihte oder rihteloube gehörent. Mone ztschr. 4, 170 (Hagenau, vom j. 1400). 12, 378 (von 1324); vor der loven to Gosler vor gerichte. Grimm weisth. 3, 263, 26 (15. jahrh.); die Berliner gerichtslaube ward erst anfang 1871 abgebrochen, sieh laube th. 6, 291.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1891), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 3667, Z. 5.

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Zitationshilfe
„gerichtslaube“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/gerichtslaube>, abgerufen am 06.12.2021.

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