Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

gerichtsmäszig, adj.

gerichtsmäszig, adj.
1)
der gerichtsbarkeit unterworfen, gerichtsangehörig: ob ainer gerichtmeszig wer, so mag in das landgericht dreimal erfordern mit wahrer tat begriffen oder auf in bracht; so ist man in schuldig zu antworten (auszuliefern) und mit dreien strohalbm zu pinden in den obern furt in den Groszbach (gerichtsgrenze), da stöszt man ihn hinüber mitten auf dem pach; fellt er herwider über, so ist er müszig von der herschaft. weisth. 3, 685 (Reichenau in Östr., von 1495).
2)
dem gericht gemäsz, im gerichtsverfahren üblich: und helt den richtern erstlich den eid für, den sie an gerichtsmäsziger stelle thun müssen. Reutter v. Speir kriegsordn. 69.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1891), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 3669, Z. 19.

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Zitationshilfe
„gerichtsmäszig“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/gerichtsm%C3%A4szig>, abgerufen am 08.12.2021.

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