Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

gerichtsobrigkeit, f.

gerichtsobrigkeit, f.
1)
gerichtsgewalt und gebiet derselben, jurisdictio Stieler 1373: alle die, so sich zimmerhandtwercks umb lon gebrauchen und in solcher peinlichen gerichtsoberkeit seszhaft seind. Carolina art. 215. s. obrigkeit th. 7, 1115.
2)
besitzer der gerichtsgewalt, gerichtsbehörde: so verr ainer darüber aufrürig und drolich zu sein vermerkt würde, der sol von der gerichtsobrigkait des ortes, wo es geschicht, mit fengklicher annemung vermögt werden. landpot in Ober- und Niederbaiern (1516) 16ᵃ; es soll sich niemand in ganzem pfleggericht unterstehen, ohne consens und vorwissen der gerichtsobrigkeit sich zu verheirathen. östr. weisth. 1, 328, 39; er (der schösser) ist unsre gerichtsobrigkeit. Weisze kom. opern 1, 146. dazu das adj. gerichtsobrigkeitlich: dahero an sie underthonen der gerichtsobrigkeitliche befelch ergehet. östr. weisth. 1, 333, 5.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1891), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 3669, Z. 54.

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Zitationshilfe
„gerichtsobrigkeit“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/gerichtsobrigkeit>, abgerufen am 01.12.2021.

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