Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

gerichtsschaden, m.

gerichtsschaden, m.
kosten, welche der kläger oder verklagte bei führung eines processes gehabt und welche die unterliegende partei wiederzuerstatten hat: die gerichtzschäden und gerichtscosten haiszen und sind all darlegen und schäden, die der krieger und obligend parthei, von wegen der gerichtlichen ubung, auszgeben oder gelitten hat. reform. d. bair. landr. v. 1518 tit. xiii, art. 2; welcher dem antworter (beklagten) seinen spruch mit recht angewinnt, so sol im der antworter seinen gerichtsschaden auch auszrichten, deszgleichen entspräch der antworter dem clager umb seinen spruch, so soll der cleger dem antworter seinen gerichtsschaden vor gericht auch wider geben. Würzb. brückengerichtsordn. bei Haltaus 673; hett aber der antwurter in dem an sich bringen der verlustigen hab des unrechten herkommen (der habe) nit gewist, so solt jeder theil sein gerichtschaden selbs bezalen. Carolina art. 207.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1891), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 3672, Z. 17.

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Zitationshilfe
„gerichtsschaden“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/gerichtsschaden>, abgerufen am 03.12.2021.

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