Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

gerichtsschranke, f.

gerichtsschranke, f.,
gewöhnlich im plur. die gerichtsschranken, das gitter, welches die gerichtsversammlung von der zuhörermenge trennt, cancelli Stieler 1733: welcher den richter unbillicher weis überstaht oder ein fusz an die gerichtsschrancken bringt, der verfellt dem schultheiszen ein gülden. Fronsperger kriegsb. (1566) 1, 3ᵃ; darauff heiszt der schultheisz den umbstand (s. gerichtsumstand) weiter von den gerichtsschranken abtreten, und rucken die richter neher zusammen, fellen ein urtheil. 16ᵃ; (die spitzbuben) haschten zum zeitvertreib während des stummen verhörs stechfliegen vom geländer der gerichtsschranken. Musäus physiogn. reisen 4, 31.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1891), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 3673, Z. 9.

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Zitationshilfe
„gerichtsschranke“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/gerichtsschranke>, abgerufen am 08.12.2021.

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