Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

gerieme, n.

gerieme, n.
coll. zu riemen, mhd. rieme, riemenwerk: mhd.
daʒ gerieme (des schildes) daʒ was corduwân.
Eneit 161, 24;
ouch bin des wirdig niht,
daʒ ich an sînem geschûche
zerlose daʒ gerieme.
fundgr. 1, 136, 20 (12. jh.);
her, dü britel (zügel) sint alt,
man sol daʒ geriem verkeren,
eʒ zimpt nit aim sölichen hern
das er so swachs (schlechtes) geriem hab.
Laszberg liedersaal 2, 450, 41;
von dem wagen, der häut, wachs, geriem oder ainvarbs tuͦch treit, geit man xii phenning (zoll). mon. boica 36, 2, 194 (anf. des 14. jh.); md. gerime: zoime und gerime und sateltaschen. Pegauer stadtb. von 1444 34ᵇ bei Bech lex. beitr. 7, 24; so sind 4 ochsenhute gejerbet zu seln (sätteln), zeume und geryme uff das forwerg. Diefenbach - Wülcker 613 (Weimar, von 1450); nhd.
scheu nun stuzen die ross, und im sprung auf die seite sich bäumend,
sprengen sie ab das geriem, und schütteln das joch von den hälsen.
Voss Ovid 7, 347;
fasz in die hand das geriem (die zügel)!
177;
und vom schneeigen fusz löset er selbst das geriem (der sandale).
Tibull 1, 6, 66.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1891), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 3688, Z. 38.

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Zitationshilfe
„gerieme“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/gerieme>, abgerufen am 07.12.2021.

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