Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

geringel, n.

geringel, n.
1)
subst. verb. zu ringeln th. 8, 998, das ringeln als thätigkeit, ringelnde, schlängelnde bewegung:
kaum glaubliche that! es ergrünete jeglicher webstuhl,
und in des efeus laub verhüllte das hangende tuch sich.
anderes schwand in reben; und was als faden gespannt war,
rankt mit geringel empor, aus dem aufzug dränget sich weinlaub.
Voss Ovid nr. 20, 144 (metam. 4, 397);
kreisende bewegung:
der spielhahn im falz, der im gringl rumspringt.
Schöpf tirol. id. 556.
2)
coll. zu ringel th. 8, 995, die ringel:
furchtbar starrende drachen in dunkelblauem geringel.
Voss Theokrit 217 (24, 14), vgl. Ovid 14, 77;
unter ihm (strohhut) flosz in den wind des dunkelen haares geringel.
Luise (1825) 1, 116. 3, 142;
dir wuchs aus flacher rechten ein paradies, o freund! ..
geringel deiner locken ist ring der ewigkeit.
Platen (1847) 2, 19. 11.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1892), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 3702, Z. 7.

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Zitationshilfe
„geringel“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/geringel>, abgerufen am 06.12.2021.

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