Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

geringfügig, adj. und adv.

geringfügig, adj. und adv.
wie geringfüge, aus dem es erweitert ist, humilis et tenuis, tenuiter Henisch 1517. Frisch 2, 121ᵇ, s. ring-, kleinfügig: weilen ich mit einem so geringfügigen werckel vor so löbl. ständen auffziehe. Abr. a S. Clara auf auf ihr chr. 6 neudr.; nach meinen geringfügigen kräften. Butschky kanzl. 545; geringfügig geschenck, meine geringfügige wissenschafft. Ludwig 746; geringfügige sache, causa modica Hayme jurist. lex. 239; um einer so geringfügigen ursache willen. Wieland 3, 26; wie in einer bekannten gattung des komischen für den geringfügigen inhalt die feierliche form vorzuziehen sei. Schiller VI, 344; wenn schon ein zu dürftiger und zu geringfügiger gegenstand dem redner nachtheilig ist, so ist es noch weit mehr ein zu groszer und zu erhabener. Engel schriften 4, 3; die einbildungskraft gibt oft den geringfügigsten dingen einen groszen werth. Adelung; (sie) behandeln diese kleinigkeiten nicht als geringfügig. Göthe 54, 157; von personen: geringfügige philosophen übersetzt Friedr. Jacobs 'minuti philosophi' Cic. de senect. c. 23, s. Ciceros philos. schriften, hgb. v. Klotz (1841) 2, 45; substantivisch: nur das geringfügige, unbedeutende halten wir schwerfällig fest. Tieck.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1892), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 3703, Z. 43.

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Zitationshilfe
„geringfügig“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/geringf%C3%BCgig>, abgerufen am 07.12.2021.

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