Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

geringfügigkeit, f.

geringfügigkeit, f.
1)
kleinheit, tenuitas Stieler 577: die geringfügigkeit und ungestalt meines leibes. pers. rosenth. 1, 4; die geringfügigkeit der gabe. Freytag werke 12, 227; die geringfügigkeit unserer mittel; unbedeutendheit: sie haben mich in die schranken meiner geringfügigkeit zurückgewiesen. Lessing 1, 363; 'wenigkeit': (vom leser) wird alles zu finden sein in obbenenten authoribus, ohne was meine geringfügigkeit geschmitt hat. Abr. a S. Clara auf auf ihr chr. 8 neudr.; unerheblichkeit, unwichtigkeit: daher musz ein schriftsteller zur erfindung eines glänzenden titels (seines buches) sein ganzes gehirn aufbieten und der scheinbaren geringfügigkeit desselben ist er jede ausschmückung schuldig. J. Paul grönl. proc. 1, 62.
2)
geringfügige sache: inzwischen sind geringfügigkeiten die proviantbäckerei der liebe. J. Paul bei Campe.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1892), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 3703, Z. 63.

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Zitationshilfe
„geringfügigkeit“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/geringf%C3%BCgigkeit>, abgerufen am 07.12.2021.

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