Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

geringheit, f.

geringheit, f.
wie ringheit, tenuitas, vilitas, exiguitas, despectus Stieler 1652.
1)
kleinheit, wenigkeit: in ihrer menge oder geringheit. Dya Na Sore 4, 295; das honorar, 3 thaler nämlich, dessen geringheit doch anlocken soll. Varnhagen tagebücher 2, 241; nach meiner geringheit, pro mea parvitate Stieler; damit man .. über die geringheit meines verstandes nicht lachen möge. pers. baumgarten 1, 6; von der geringheit meiner physiognomischen kenntnisse. Lavater fragm. 1, 7.
2)
schwachheit.
a)
körperlich, schwächlichkeit: ein andrer, der seiner geringheit wegen nicht zu kriegesdiensten gezogen werden konnte. Möser osnabr. gesch. 1, 74.
b)
geistig, unbegabtheit, beschränktheit: dieselbe langweilige geringheit (in der gesellschaft), wie voriges jahr. Varnhagen tageb. 1, 188; merkwürdiger artikel über die ständeausschüsse, ihr unvermögen, ihre geringheit; sie wären hinter dem beamtenstaate noch weit zurück! 2, 119.
3)
niedrigkeit dem werte oder dem range nach: geringheit, vilitas, ignobilitas Dasypod. M 3ᵇ; geringheit des stands. Stieler.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1892), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 3704, Z. 37.

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Zitationshilfe
„geringheit“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/geringheit>, abgerufen am 06.12.2021.

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