Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

gerinnung, f.

gerinnung, f.
das gerinnen (8): jede bildung in der organischen wie in der anorganischen natur geschieht durch einen übergang der materie aus flüssigem in festen zustand. dieser übergang heiszt vorzugsweise bei thierischen flüssigkeiten gerinnung. Schelling weltseele 251; congelatio, eine gerinnung, z. b. der flüssigen metalle. Woyt gazophyl. 233; thrombus, die gerinnung des bluts oder der milch. 943; eine veränderung der knochenmasse, es scheint eine art von gerinnung zu sein. Göthe 60, 203 fg.; eine stockung und gerinnung der säfte 205; gerinnung, coagulation, diesen namen gebrauchen die scheidekünstler, um diejenigen operationen überhaupt anzuzeigen, durch welchen sie körper aus dem flüssigen zustand in den festen versetzen (nachher als arten der gerinnung genannt das gefrieren, genehen, festwerden, eindicken, niederschlagen, laben, buttern). so heiszt z. b. die krystallisation der salze eine gerinnung. Jacobsson 5, 652ᵃ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1892), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 3712, Z. 10.

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Zitationshilfe
„gerinnung“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/gerinnung>, abgerufen am 07.12.2021.

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