Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

gerngesehen

gerngesehen,
beliebt, s. gern II, 3, c: gerngesehn kommt ungebeten. Körte sprichw. 2516; bildlich ein gericht gerngesehn, wobei der wert nicht in der speise, sondern in der freundlichen aufnahme des gastes liegt, vgl. gernsehen:
(einladen) nur auf ein butterbrot und ein gerichtlein
gerngesehn.
Voss bei Campe;
drum eil und bitte sie herüber
auf ein gerichtchen gerngesehn.
Langbein sämtl. schriften 16, 104;
(sie) bitten, diesen abend auf dem schlosse mit einem gerichte gerngesehen vorlieb zu nehmen. Kotzebue menschenhasz 3, 2; meist ein gericht gernegesehn ist es, auf das er die freunde einladet. M. Hertz Eoban Hesse (Berlin 1860) 35; heut sind sie mein gast auf ein gericht gerngesehen. Freytag werke 13, 13. dazu das gerngesehensein Iffland bei Campe.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1892), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 3728, Z. 31.

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Zitationshilfe
„gerngesehen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/gerngesehen>, abgerufen am 28.11.2021.

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