Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

gerstenfeld, n.

gerstenfeld, n.
wie gerstenacker Stieler 464: drie woche nach sungihten sol er gersten sniden dem pferde zu futter an der anewende des gerstenfeldes, drittehalp schuh in die gersten. weisth. 1, 709; sprichwörtlich: er ist mit seinen gedanken im gerstenfeld, animus ejus peregrinatur, praesens abest Aler 854ᵇ: die heuchel- und maulchristen, welche wan sie beten, in der kirchen sind, oder mit gottes wort umbgehen, sich heilig stellen, under dessen mit den gedancken im gerstenfeld herumb fahren. Philander 1 (1677), 474; er ist im gerstenfeld. wo hinausz? quo terrarum raperis? Henisch 1522, ähnlich im gänsehimmel sein sp. 1271; obscen: im gerstenfelde sein Eiselein sprichw. 227 nach Bebels facetien.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1892), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 3737, Z. 54.

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Zitationshilfe
„gerstenfeld“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/gerstenfeld>, abgerufen am 29.11.2021.

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