Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

gerstenwasser, n.

gerstenwasser, n.,
vgl. gerstensaft, -trank.
1)
der schleimige saft aus abgekochter gerste, ptisana, tisana Dief. 470ᵃ. 585ᶜ, Stieler 2444, altclev. garstenwater Teuthonista 100ᵃ: sô daʒ eʒʒen nu gekocht ist in dem magen, sô wirt daʒ weiʒ und klar gestalt sam ain weiʒ gerstenwaʒʒer. Megenberg 28, 11 u. ö.;
du müssest ain gersten wasser trinken.
teufels netz 2091.
2)
gerstenbier: (da wollen wir) trinken den guten wein, darzu auch gerstenwasser von Zerbst hergeführt. hasenjagd 2, 69;
gerstenwasser und rebensaft
ist meine beste bulschaft.
Hildebrandt stammbuchblätter (1614) 476.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1892), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 3741, Z. 5.

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gernhaber geschlagen
Zitationshilfe
„gerstenwasser“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/gerstenwasser>, abgerufen am 04.12.2021.

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