Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

gerumpfen, part. adj.

gerumpfen, part. adj.,
zum starkflectierten mhd. verbum rimpfen (s. rümpfen), mit der seltenen nebenform gerumpen:
wan uns die wangen sein gerumpen,
rücke, arm und bein zusamen gekrumpen.
Renner 120;
mit runzeln oder falten versehen, runzelig, lose oder gerumpffen, laxus voc. 1482 t 2ᵃ: runzelîch kamerwîp mit gerumphen wangen. H. v. Neustadt Apollonius 17196; die lützel oder nymer sich der (feigen) gebruchen, werden lychtlich mager und gerumphen. Petr. de Crescentiis (1493) i 2ᵇ;
zwei alte, böse weib,
geruntzelt, ghrumpffen und ungschaffen.
H. Sachs 14, 50, 24 K.;
in gleicher verwendung die schwache form gerumpft, gerümpft:
das angsicht grumpffen und zerzent,
als wer si alters hundert jor
mit grumpffter stirn und grawen hor.
Wickram irr. bilger 77;
diese muschel ist häfftig gerümpfft. Forer fischb. 132ᵇ; die meerflechte ist auch ein krauses, gerümpftes, moosechtes gewächs. Tabernaemont. 1199; junge gerümpffte bäum tragen uber etlich jahr obsz. Lehman flor. 1, 314.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1892), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 3774, Z. 22.

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Zitationshilfe
„gerumpfen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/gerumpfen>, abgerufen am 07.12.2021.

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