Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

gesüne, n.

gesüne, n.,
collectivbildung zu süne (s. d.) vgl. goth. siuns, alts. siuni Heliand 152, mhd. siune Lexer 2, 948. während die althochdeutsche (Graff 6, 127) und die mittelhochdeutsche (Lexer 1, 916) litteratur das compositum reichlich belegen, hat es für die neuere zeit nur noch mundartliche geltung gegenüber dem alleinherrschenden gesicht. vgl. oben sp. 4087.
a)
gesühn, n., das sehen, die augen: er hat ein schlechtes gesühn, sieht nicht gut. Stalder 2, 419. bernisch gsün Frommann 3, 86ᵃ. vgl. Hunziker 116; gesuͤ, n., gesicht, visus. Woeste wb. der westphäl. mundart 78ᵃ. vgl. Teuthonista 237ᵇ.
b)
gesühn, n., physiognomie, familiengepräge. Stalder 2, 419.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 12 (1897), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 4292, Z. 37.

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Zitationshilfe
„gesüne“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/ges%C3%BCne>, abgerufen am 08.12.2021.

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