Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

geschäftlos

geschäftlos,
auch geschäftslos, selten geschäftenlos Krämer 541ᵇ, frei von geschäften, z. b. staats- oder amtsgeschäften: vater, der blosz den stürmenden krieger liebt und ruhigere geschäftsmänner eben so verachtet, wie diese den noch ruhigern geschäftslosen gelehrten verachten. J. Paul uns. loge 1, 302; ohne arbeit oder berufsthätigkeit: der begüterte und geschäftlose mittelstand. Garve anm. zu Cic. off. 2, 184; Sokrates nennt irgendwo die musze göttlich, und sie ist es in der that, wenn der geschäftslose dem Sokrates ähnlich ist. 1, 144; dasz er geschäftlos ist, das ist eigentlich seine qual. Göthe 17, 6; wir wünschen dem verfasser geschäftlose tage und reinen dichtergeist. 33, 37; ich musz alle zeit zu rathe halten, um mit geschäftlosem herzen euch besuchen zu können. Voss br. 3, 1, 204; ohne handelsgeschäfte: die geschäftlose zeit im sommer. dazu die geschäft- oder geschäftslosigkeit.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1892), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 3824, Z. 55.

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Zitationshilfe
„geschäftlos“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/gesch%C3%A4ftlos>, abgerufen am 29.11.2021.

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