Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

geschäftsbrief, m.

geschäftsbrief, m.
1)
schriftliche anweisung oder befehl, geschäfftsbrief Schm.² 2, 380, s. geschäft II, 1: von der soldner wegen ist sein kaiserlich gnad auch willig, geschefft und geschefftbrief zu geben. copeibuch der stat Wien 88 (von 1458); seiner kaiserlichen genaden bevelhnus und geschäftbrive. Janssen Frankf. reichscorresp. 2, 206 (von 1462); geschäft- und bevelbriefe. tirol. weisth. 1, 119, 19 (von 1483).
2)
schriftliches testament, s. geschäft II, 5: swelch kind geschäftherren enpholhen werdent mit geschäftbriefen. Gemeiner regensb. chr. 2, 83 zum j. 1355; der Ulman Stromeyrin seiner muter seligen geschefftbrief mit der stat czu Nuremberg anhangendem insigel. städtechr. 1, 209, 29 (von 1413).
3)
amtliches schreiben: Selicour (zum minister). es sind geschäftsbriefe, die gleich expedirt sein wollen. Schiller XI V, 261 (parasit 5, 4).
4)
brief im kaufmännischen verkehr: das alte papier war der kurze geschäftsbrief (an einen kaufmann). Freytag werke 12, 201.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1892), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 3825, Z. 67.

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Zitationshilfe
„geschäftsbrief“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/gesch%C3%A4ftsbrief>, abgerufen am 04.12.2021.

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