Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

geschändig, adj. und adv.

geschändig, adj. und adv.,
vgl. das einfache schändig, unwillig Stalder 2, 308. 1) gschendig, der schädlich ist, einen schaden zustattet, damnificus Maaler 195ᵇ. 2) der geschendig, gottlosz, protervus Maaler 172ᵃ. 3) schwäb.-bair. gschändig, unverschämt im begehren Schmid 452. Birlinger augsb. wb. 191ᵇ, wählerisch, ekel, meisterlos Schm.² 2, 429, vgl. das schweiz. geschandt, leckerhaft, ekel in speise und trank Stalder 2, 309. 4) schweiz. und tirol. gschändig, diebisch Stalder a. a. o. Vonbun sagen (1889) 276. vgl. geschänden 6, geschänd 2.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1892), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 3834, Z. 63.

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Zitationshilfe
„geschändig“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/gesch%C3%A4ndig>, abgerufen am 29.11.2021.

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