Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

geschär, n.

geschär, n.
1)
hölzerne einfassung, in die eine thüre, ein fenster eingesetzt wird, des bodensteins in der mühle, eines brunnens, einer braupfanne Schmeller² 2, 445: margo, gescher (var. gscher) umb ein ding, das ein ding umbschert. Aventinus 1, 392, 21 L.; margo gscherr, non gschir, extremitas rei circumdans das auszen umher get. 569, 10;
wie bald er auf das brunngschirr sasz
und seiner roten öpfel asz ...
auch klopft mit seinen füszen er
unden an das brunnengescher.
H. Sachs 2, 4, 126ᵇ (9, 531 Keller);
der mit stein ausgesetzte ziehbrunnen mit holzgeschär. Schm.; die geschäre zum flöszen des triftholzes auf der Ammer bestehen aus zwei oder vier in einigem abstand von einander parallel gehenden baumunterlagen, auf welche das holz geschlichtet wird und an deren enden flösze mit masten und segel befestigt sind, das ganze schlieszt ein langes wasserviereck ein. ebenda. das wort gehört zu schar, f. aneinander gefügte, mit schindeln benagelte breter, die den untern rand oder vorschusz eines ziegeldachs bilden, dann dachtraufe; ebenso das fem. geschär, wol der oberste breterboden in der scheune: er ist in einem stadel von der obern geschär herabgefallen. ebenda. vgl. geschäl. 2) s. gescher.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1892), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 3835, Z. 10.

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Zitationshilfe
„geschär“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/gesch%C3%A4r>, abgerufen am 05.12.2021.

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