Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

geschärbe, geschärb, n.

geschärbe, geschärb, n.
subst. verb. zu scharben, zotticht klein schneiden.
1)
geschnitzel von obst oder gemüse: ain gescharb von piern und öpfl. Schm.² 2, 463 aus cod. germ. monac. 349, f. 118; gescherb von öpfeln, mandelgescherb. augsb.-dilling. kochbuch von 1547 bei Birlinger büchl. von guter speise 177 anm.; gebratene hüner in einem gescherbe, d. h. mit klein gehackten äpfeln und zwiebeln. Colerus (1645) 1, 64ᵃ; schütte dieses gescherbe ausz dem tiegel drauff. ebend.; dimin. der teufel wird dir das geschärblein gesegnen. Abr. a S. Clara bei Schm.
2)
kärntn. gscharb, abfall beim scharben von rüben, möhren, äpfeln Überfelder 121.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1892), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 3835, Z. 32.

Im ¹DWB stöbern

a b c d e f g h i
j k l m n o p q r
s t u v w x y z -
geschlag gesellschaftsblick
Zitationshilfe
„geschärbe“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/gesch%C3%A4rbe>, abgerufen am 07.12.2021.

Weitere Informationen …


Weitere Informationen zum Deutschen Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)