Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

geschauen, verb.

geschauen, verb.
wie das einfache schauen.
1)
geschauwen, contemplari, einen von fuͦsz auff geschauwen, ferre visus per membra alicujus Maaler 171ᵈ.
2)
bewundernd anschauen: sich selbs geschauwen, mirari se, sibi placere Maaler a. a. o.
3)
das anwesen, das man erheiraten will, besichtigen, s. geschau 2: wenn man die schaaren mädchen mit ihren gesichtern voll hoffnung z'märit (zum jahrmarkt) ziehen sieht, so denke man sich nur, dasz die meisten was im schilde führen, dasz man in Burgdorf was zum gschauen zu finden hofft. J. Gotthelf 13, 187.
4)
verkaufsgegenstände u. s. w. obrigkeitlich besichtigen und untersuchen Schm.² 2, 350: alsdann haben die fünfer macht den geschawern durch der gemaind knecht pieten zu lassen, die (rosse) zu geschawen. weisth. 6, 261 (Trochtelfingen, von 1579); schweiz. das gewehr gschauen, heerschau halten Stalder 2, 311.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1892), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 3836, Z. 40.

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Zitationshilfe
„geschauen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/geschauen>, abgerufen am 06.12.2021.

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