Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

geschauer, m.

geschauer, m.
wie schauer, der vereidete prüfungsbeamte, s. geschau und geschauen: fleisch-, unschlit-, sau-, brantwein-, bier-, wein-, brot-, wollingewand-, geldgeschauer Birlinger augsb. wb. 190ᵃ. 392ᵃ; daʒ gelt was als falsch und pös worden, daʒ der raut (rat) erkant, man solt geschawer haben, und wer mit dem andern kauft oder verkauft, der solt in bezaln vor den geschawern. .. also muͦsten die geschawer gelert aid schwern, waʒ geltz fur si köm, daʒ ze ring wär oder falsch, daʒ si daʒ zerschniten. städtechron. 4, 108, 2 (ende des 14. jh.); so die geschworne roszgeschawer am früeling umbhergangen, die rosz jung und alt besichtigen. weisth. 6, 261 (Trochtelfingen, v. 1579), nachher die geschawer und schawer; wer hering vail hat, die nicht gut sind, den sol man vordern fur den richter und fur den rat und fur den geschauer. tirol. weisth. 4, 433, 10; schweiz. der feuergschauer, inspector der feuerpolizei Stalder 2, 311.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1892), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 3836, Z. 55.

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Zitationshilfe
„geschauer“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/geschauer>, abgerufen am 05.12.2021.

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