Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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gescheckt, part. adj.

gescheckt, part. adj.
gefleckt, mit abwechselnden farben gefärbt, besonders schwarz und weisz Höfer 1, 287, s. schecken und scheck:
das schient an sîner varwe vêch geschecket.
j. Titurel 5602, 3;
zwen trabanten und zwen laggeien,
ganz gschecket.
Frischlin hohenzoll. hochz. 99, 12;
(sie haben) die stümpf (der hosen) darnach geschecket, die arsbacken gequartieret. Garg. 121ᵇ; geschegget kleid, versicolor cultus Schönsleder y 5ᵈ;
gescheckte tracht leichtsinniger liebe.
Schlegel-Tieck Shakesp. liebes lust u. leid 5, 1;
varium in equo colorem nostri vocant gschegget. Gesner hist. animalium 1, 445; geschecktes pferd, mit gescheggeten zeichen Aler 912ᵇ; mit den geschecketen schafen, ob welchen sich der Jacob zu geschecket gelacht. Abr. a S. Clara bei Schmeller² 2, 366, wie leipz. sich scheckig lachen, übermäszig lachen; geschäckte buche, eine spielart der gemeinen buche mit gelb oder weiszgeschäckten blättern Weber öcon. lex. 192ᵃ; der schweizer oder geschäckte wein hat ganz bunte trauben, die eine hälfte ist weisz, die andre roth Jacobsson 8, 174ᵃ; in der Schweiz sagt man im frühling, es sehe gschegget us, wenn der schnee stellenweise von der erde gewichen ist. Tobler 241ᵃ;
kein rebhuhn, keine wachtel (war) so gescheckt
als das gerölle (der mergelgrube).
A. v. Droste-Hülshoff ged. 59.
daneben gescheckelt, gescheckert: gescheckelter golter oder gemalter golter, fultrum voc. 1482 l 4ᵃ. m 2ᵃ;
sech ich in sein gescheckelten kleid
etwan auff einem paum hoch sitzen, ...
(ich würde) in schiszen fur ein aglaster (elster),
fur ein spechten oder ein heher.
fastn. sp. 1274;
aschaffenb. geschäckert, gefleckt Schm.² 2, 366, wien. gschekert Hügel 72ᵃ: von weiszem, schwarz getzschäckertem fellwerk, wie die kurfürsten zu tragen pflegen. Jacobs bunt getzschäckerte stäbe. Ph. v. Zesen bei Schmeller a. a. o.; mit fremder endung gescheckiert, mnld. gheschaeckiert Kil., mhd. schackieren, wie ein schachbret gewürfelt, scheckig, bunt machen:
die baniere ...
under schackiret
mit rôten und mit wîʒʒen,
man sach dâ gele glîʒʒen,
daʒ grûne und daʒ blâvare.
Herbort v. Fritslar 1312;
geschäckirt, alternus, variegatus, discolor, bicolor Henisch 1529; von dannen her die bücher der cathol. untersassen der röm. kirchen also fein gescheckiert sein und mit federn von allerlei farben auf indianisch verziert. Fischart bienk. (1581) 58ᵃ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1892), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 3837, Z. 38.

schecken, verb.

schecken, verb.:
schäcken, geschäcket, variis coloribus inficere, tingere, conspergere, miscere. Stieler 1703; meist im part. prät. gescheckt gebräuchlich: gescheg'get kleid, versicolor cultus vocab. von 1618 bei Schm. 2, 366; sich ze geschegket lachen, übermäszig lachen, vgl. sich scheckig lachen ebenda;
um den leichnam eines weiszen, den der tiger überfiel,
als er schlief auf dieses abhangs scharlachfarbgem blumenpfühl,
.... streiten die gescheckten würger.
Freiligrath ged. (1841) 246.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 13 (1893), Bd. VIII (1893), Sp. 2382, Z. 42.

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Zitationshilfe
„gescheckt“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/gescheckt>, abgerufen am 06.12.2021.

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