geschehen verb
Fundstelle: Lfg. 9 (1892), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 3838, Z. 5
fieri.
I.
Formen.
1)
ahd. scehan, bescehen (s.beschehen th. 1, 1549) und gascehan, gescehen, keskehen, mhd. schehen und geschehen, ags. sceon und gesceon, md. geschên, geschîn, mnd. geschên, westfäl. geschaihen Woeste 77ᵇ, altclev. geschyen Teuthonista, aach. geschien Laurent stadtrechn. 97, 2 (von 1385), mnl. geschien, geschin Dief. 7ᶜ (14. jahrh.), nnl. mit eingeschobenem d geschieden, ostfries. geschêden; altfries. skia, schia, nfries. skie; isländ. skê erst seit dem 15. jahrh. Vigfusson 542, schwed. ske, dän. skee.
2)
während im ahd. nur starkflectierte formen überliefert sind, tritt daneben vereinzelt im mhd., stärker im md. und mnd. die schwache biegung auf, die im ags., altfries., nl. und in den nordischen sprachen allein gebräuchlich ist. s. Braune in Zachers zeitschr. 4, 258 fg.
a)
3 sing. ind. praes.: ahd. giskihit (Notker ps. 134, 7), geskihet, bei Notker öfter gesciehet, auch geschiehet, vereinzelt keschiet, kasceit, mhd. geschiht, geschieht Wolfram Willeh. 216, 24 (var. geschicht), geschiet minnes. frühl. 82, 25, eʒ geschît Alemannia 1, 235,
thuͦn ichs, so gschits mit groszem leid.
schweiz. schausp. 1, 195 Bächtold;
md. auch geschêt Krolewitz 3686. Sachsensp. 1, 8, 3 Weiske, mnd. geschut, geschuet, westfäl. geschuͤht Woeste 77ᵇ, ostfries. geschüdt. während das h (ch) bereits im ahd. zu schwinden beginnt, hat es sich andererseits in der aussprache im ind. praes. geschicht aus dem ältern nhd. bis in unser jahrh. erhalten, sowol mundartlich, z. b. bairisch Schmeller² 2, 388, als in der literatur, namentlich im reime: geschiehet, vulgo geschicht Stieler 1745; dieses geschicht durch eine empfindung. Canitz 384; wie es gewöhnlich geschicht. K. Ph. Moritz symbol. weish. d. Ägypter (1793) 68;
was insgeheim geschicht, darüber spricht kein richter.
Günther 1020;
geschichts, so wisse nur, es sei durch dich geschehen.
635;
wann dieses nicht geschicht.
Liscov 686;
(grund) warum das, was geschah, geschicht?
Gellert 1, 104;
wo alles züchtiglich geschicht (: spricht).
Gotter bei Göthe 56, 68;
das dümmste was geschicht,
weil ich es weisz, verdrieszt mich nicht.
Göthe 3, 288;
so auch mit der liebe
der treuen geschicht (: nicht).
11, 8. 32;
wie aber nach dem jüngsten gericht
was vorgeschah auch wieder geschicht.
47, 166. 56, 107;
doch vielleicht geschichts (: nichts).
Rückert deutsche ged. (1814) 6.
b)
conj. praes.: ahd. gescehe, keschee, md. geschê, geschie, geschî, noch im ältern nhd. gescheche Keisersberg ausg. d. juden K 3ᵇ; damit für sölliche genuͤg geschech. Öcolampadius ain sunderliche lehr (1521) K 4ᵇ.
c)
praet.: ahd. giscah, gescah, vereinzelt gescahe Notker 68, 12, mhd. geschach, md. auch geschîde, im ältern nhd. geschach, daneben geschahe Bocc. 27, 2 K. (geschache 37, 25). Stieler 1745. Ludwig 750, mnd. geschach und geschude, geschede, westfäl. geschaͦg; ags. sceode, gesceode, scyde, altfries. skiade, mnl. und nnl. geschiede, isländ. skêđa, dän. skede, schwed. skedde.
d)
conj. praet.: mhd. geschæhe, mnd. geschêge, geschoge, westfäl. geschæge; nrh. geschûde Höfer 13, 28; tirol. geschechete östr. weisth. 4, 134, 32 (von 1712), geschöhete 3, 108 anm.
e)
part. praet.: ahd. mhd. gescehen, geschehen, mit nasal geschenhen Dief. 279ᵃ, md. geschein, geschên, vereinzelt geschogen (: herzogen) md. schachbuch 333, 13. 342, 8 Sievers, mnd. geschên, geschîn Sachsensp. 1, 70, 3 u. ö.; westfäl. geschaihen, ostfries. mit eingeschobenem d geschêden; mit erhaltenem ch noch im älteren nhd. geschechne sach Keisersberg geistl. gunkel 8, zu geschechnen dingen Wickram rollw. 136, 8 Kurz. andererseits mit schwacher flexion:
die fursten,
in der lande is ist geschicht.
Liliencron volksl. 1, 209, 161, vgl. 208, 116;
geschît Marienlieder 40, 4. 71, 2. 79, 30 Grimm, geschiet Lamprechts Alexander 3442;
daʒ uch itzunt ist geschiet.
Herbort 6144;
das geschidt ist anno domini 1317. Limburger annalen bei Wyss Limb. chron. 111, 19; nassauisch geschieht Kehrein 160; rhein. ein ghescheit dinck, historia. Kölner gemma von 1495 K 4ᵇ, ein geschyet dinck ausgabe von 1507, köln. gescheht Hönig 73ᵇ; luxemb. geschitt Gangler 176, mnl. und nnl. geschiet, dän. skeet.
3)
die verbindung des part. praet. mit haben ist nd.: sîn wille hadde geschên. Schiller-Lübben 2, 76ᵇ.
II.
Bedeutung. die grundbedeutung ist 'sich plötzlich wenden' (s. Dietrich in Haupts zeitschr. 10, 320), daher einerseits ahd. scehanto, scehante vagendo (l. vagando) Haupt zu Neidhart XLI, scihtig, fugax Graff 6, 418, mhd. schehen, sich plötzlich wenden, schnell einher- oder umherfahren, eilen, rennen (noch voigtl. schêchen, rennen, aufs höchste eilen): girischeit diu scehet dane. Münchn. sitzungsber. 1869 2, 319;
dô wart her unde hin
von dem gesinde michel schehen,
wenken unde winkelsehen.
urstende 127, 5;
diu wolken beginnent ûf brehen,
grimme sûsen unde schehen;
si loufent hin unde her
unt gênt alleʒ entwer.
warnung 1975;
über velt ein tougen schehen
snelle er gein dem recken nam.
Heinr. von dem Türlin krone 18258;
ags. ac þät tŷr scyde tô þâm, þe þâ scylde vorhton (aber das feuer wendete sich plötzlich gegen die, welche das verbrechen wirkten).
Cädmon 3784 (232, 16);
andererseits unser geschehen, ursprünglich von dem, was unerwartet durch das eingreifen des schicksals erfolgt (vgl. mhd. von geschiht, durch zufall, durch eine unerwartete fügung des schicksals), und vom plötzlichen eintreten eines ereignisses, dann überhaupt sich ereignen, werden. dazu gehört das factitiv schicken 'machen dasz etwas geschieht', nebst geschick, schicksal, schickung. ob goth. skêvjan ὁδὸν ποιεῖν Marc. 2, 23, altslov. skokŭ 'sprung', altir. *scuchim 'gehe weg, vergehe' verwandt sind (s. Schade ahd. wb.² 2, 785), ist unsicher.
1)
durch höhere schickung, durch schicksals- oder göttliche fügung sich ereignen, werden:
welaga nû, waltant got   wêwurt skihit.
Hildebrandslied v. 49;
swaʒ geschehen sol, daʒ geschiht.
Helmbrecht 1683, sprichwörtlich, s. mhd. wb. 2², 114ᵇ, 11 fg.;
und weren der kleffer noch so vil,
so geschicht doch was gott haben wil.
Ambras. liederb. 27, 11;
wenn es geschehen soll, so hilfft darvor weder witz noch spitz. Lehman flor. 1, 299, 19; es wird geschehen, das du auch ein herr und sein joch von deinem halse reiszen wirst. 1 Mos. 27, 40; und sol geschehen, das, wer dem schwert Jehu entrinnet, den sol Elisa tödten. 1 kön. 19, 17.
2)
plötzlich sich ereignen, erfolgen: ahd. bliccha (fulgura) geskehen (conj.). Graff 6, 414; da geschahen stimmen und donner und blitzen und erdbebung. offenb. Joh. 8, 5; da geschahe mitten in der predigt ein solcher erschrecklicher harter donnerschlag in die kirche, dasz die kirche voll feuerflammen war. Schuppius 219; es geschach schnelle ein brausen vom himel, als eines gewaltigen windes. apostelgesch. 2, 2; es geschach ein groszer erdbidem. Reiszner Jerus. 2, 171ᵃ;
bis, wenn der grosze erdstosz nun geschieht,
der treulos mürbe bau zusammenbricht.
Schiller XII, 212 (Wallenst. tod 1, 3);
es geschehen zwei schüsse. XII, 315.
3)
entstehen, werden: dasz etwas geschehe, d. i. etwas oder ein zustand werde, der vorher nicht war. Kant 2, 198;
ein sterne heiʒet dâ von kalt,
daʒ er hât den gewalt
daʒ von im kelte geschiht.
Thomasin wälsch. gast 2383;
des luftes reich, dâ der wint wæt und dâ alleʒ weter geschiht. Megenberg 83, 3; diu widerlaufend stimm die haiʒet ze latein echo und geschiht wenn der gestimt luft sich widerstôʒt an paumen oder an häusern. 16, 13; die sonderbaren nebenmessen haben sie bei inen abgethan, von der geniesz und kaufmanschatz wegen, so daraus geschicht. Luther 6, 328ᵃ; ob sein nôt geschiht, wenn es nötig wird. Megenberg 214, 11; ich wolt mich furthin basz fursehen, es sölt mir nit mehr not geschehen. Alberus widder Jörg Witzeln mamm. M 4ᵇ;
ich bin z'erbarmen nu geschehen (geworden)
den ich vil wol genôʒte ê (ebenbürtig war).
kindheit Jesu 78, 16;
was wirdts mit ihm geschehen, quid fiet illi? Henisch 1531.
4)
sich zutragen, begeben, vor sich gehen, sowol ohne menschliches zuthun als infolge eines thuns oder wollens.
a)
unpersönlich:
eʒ geschiht vil, des niht geschehen solte.
Freidank 132, 9;
es geschach in einem augenblick. Agricola spr. 1, 442; es ist durch sein schuld geschähen. Maaler 171ᵈ;
ja, oder obs geschicht durch zauberei und dunst.
Dietr. v. d. Werder Ariost 3, 15, 3;
als in manchen groszen fürstenthumb in Deutschland geschicht. Schuppius 187;
und wie's in solchem fall geschicht,
sie hörten nicht, sie wollten nicht.
Göthe 41, 311 (Faust 11358 Weim.).
b)
mit abhängigem satz: ahd. dannan gesciehet, ube sie sat ne werdent, daʒ sie murmerônt. Notker ps. 58, 16; alsô ofto giskihit, daʒ der plic (blitz) fore gêt unde der regen nâh gêt. 134, 7 Wien. hds.; wens denn geschehe, das das erst mal ubel geriete. 2 Sam. 17, 9; weil aber der den selben (wein) verkert on durst in sich schüt, geschichts, dasz der wein auch jm absagt. S. Frank spr. 2, 93ᵃ; und geschiehet, dasz das cameel wieder in den stein hinein gehet. pers. rosenth. 7, 20;
geschichts, dasz sich dein herr mit einer fahrt ergötzt.
Canitz 153;
nicht selten geschieht es, dasz der gelehrte, der unartig genug ist, einen andern einen mikrologen zu nennen, selbst der erbärmlichste mikrolog ist. Lessing (1826) 9, 99; es geschieht, dasz beim lesen lange versreihen den eindruck des gekünstelten, gesuchten machen, welche auf der bühne sich in ein gemälde der höchsten leidenschaft verwandeln. Freytag techn. d. dramas 284.
c)
mit pronominalem subject: wo, wenn, wie und an welichem ende das geschehen sei. Bocc. 58, 4 Keller; was geschicht in einem nui, das zergeht in einem hui. Mathesius Syrach 52ᵃ.
d)
als frage oder ausruf, zur belebung der erzählung, vorbereitend auf etwas unerwartetes oder bedeutsames: aber was geschicht. so er gestirbt, tailt man die kutlen des erbs. Keisersberg schiff d. p. 69ᵈ; was geschicht! er versilbert die kette .. unwürd. doct. 581; nun was geschicht? eins tags u. s. w. Messerschmid lust. narrheit (1615) 101; was geschicht? binnen zwei tagen erlanget die arme witwe einen solchen abschied, davor si gott, dem könige und dem rechte nicht gnung zu dancken vermag. Ziegler tägl. schaupl. (1695) 1085ᵃ; und doch, was geschicht nach seinem tode? da kömmt ein frommer compilator u. s. w. Lessing 9, 294; was geschieht? ein andermal mach ichs ihm auch wieder so. Schiller II, 34;
aber wie geschichts?
freut mich das alles nicht.
Göthe 3, 40.
e)
mit benanntem subject: ahd. sie wânent alliu dinch temere geschehen unde fortuito, daʒ chît stuzzelingun unde ardingun. Notker ps. 9, 2, frabaltlîchun unde arwingin Wiener hds.; zeichen und wunder geschehen. apostelgesch. 4, 30. 2, 43. 5, 12; was die finsternisz anlanget, sagt er, es werden derselben viel geschehen umb mitternacht, sonderlich wenn der mond nicht scheine. Schuppius 577 (aus H. Steinbergers calender);
ze einen sunewenden   der grôʒe mort geschach.
Nib. 2023, 1;
strît den aller hœhsten,   der inder dâ geschach.
235, 1;
(vor Freising) da ligt ein grüner platz,
da ist der streit geschehen.
Uhland volksl. 438, 35;
und ist eine grosze schlacht im volck geschehen. 1 Sam. 4, 17; auffrhur und abfall drinnen geschicht. Esra 4, 19; di name (raub), di in sime gebide unde geleide geschen was. Limb. chron. 62, 7 Wyss;
niht suone hie geschehen mac.
Tristan 578, 17;
zu Abram geschach das wort des herrn. 1 Mos. 15, 1. Hesekiel 22, 1 u. ö.;
des volkes,
dem die stimme geschah.
Klopstock Mess. 1, 40;
kirche und versammlung, die zu dem dienst gottes geschicht. Fischart bienk. (1588) 13ᵇ; nach der predigt, wann das gemeine gebet geschiehet. Schuppius 39. 152; predigt, die beim propheten Jesaia geschiehet. 137; wie dieses gespräch geschehen sei. 156; keinem historischreiber ist müglich, die geschichten der streit ordenlich, wie sie geschehen, zu beschreiben. Wilw. v. Schaumb. 113;
(merlein) das in einer stat geschach.
Keller erzähl. aus altd. hdss. 173, 5;
es fragt sich allhier, wann diese zusammenkunfft geschehen sei. Schuppius 160; und ist darauff eine anordnung im lande zu Hessen geschehen. 101;
in dem was nu daʒ mal (mahlzeit) geschehen.
Keller erzähl. aus altd. hdss. 187, 8;
die hochzeit soll auch bald geschehn.
Hagedorn 3, 76;
kein lied erschallt, kein tantz geschicht.
P. Fleming 445;
da geschahen unterschiedliche täntz. Conlin 5, 360; heute geschieht die eröffnung der bühne. Lessing 7, 4; vieleicht ist ein jrthum da geschehen. 1 Mos. 43, 12; das der grewel unter euch geschehen ist. 5 Mos. 13, 14; man soll den stall verwahren, ehe der schad geschihet. Henisch 1531; indem in ihrem innersten wie ein gewaltiger risz geschah. Göthe 18, 229;
im weltlauf immer doch etwas geschieht.
was kluges, dummes auch je geschah,
das nennt man welt-historia.
4, 321;
breiter wird immer die welt und immer mehr neues geschiehet.
Schiller XI, 137 (xenien 299).
f)
etwas geschehen lassen, zulassen Kramer 2, 94ᵃ; welicher (priester) wolte helfen wasser tragen das für zuͦ löschen, das liesz man ouch gescheen. Straszb. verordn. 153 Brucker (15. jh.); welches Egmont, entweder gezwungen oder mit fleisz (absicht), muste geschehen lassen. Ziegler tägl. schaupl. (1695) 1087ᵇ; ich kans gar leicht (gern) geschehen lassen. Rädlein 363ᵃ; lasz geschehen, was da will. Ludwig 750; wenn ein knecht im hause schaden thut oder geschehen lesset. Luther 4, 402ᵃ; etwas gegen seine überzeugung nicht zu thun, aber geschehen zu lassen. Göthe 19, 305.
g)
reflexiv: mnd. hort, wat sick geschagh eines dages. Schiller-Lübben 2, 76ᵇ.
h)
als zwischensatz, die stelle eines adverbs vertretend: ahd. mag kescehen, mach scehen, fortasse Graff 6, 412; wanda wir in danne mag kescehen ferchurin (verwerfen möchten). Notker ps. 46, 8, mac-skehen Wiener hds., vgl. 80, 14;
waʒ ub ir mir sagetet   waʒ iuwe wâre gescûmet (geträumet),
mach skehen daʒ ich iʒ iu skeide (auslege).
fundgr. 2, 58, 4. 63, 4. 65, 29, vgl. gramm. 3, 242;
noch dän. maaskee, schwed. kanske, vielleicht (vgl. franz. peutêtre).
5)
mit dativ, mir geschieht, mir widerfährt, wird zu theil, begegnet, ursprünglich 'mich überkommt unerwartet durch schicksalsfügung': ags.
siđđan him nîđ godes,
hrêd of heofonum hete, gescëode (als ihn der zorn gottes, der grausame hasz vom himmel plötzlich überkam).
Cädmon 4137 (255, 7);
mhd. mir geschiht sælde, heil, unheil;
dir geschiht daʒ dir geschehen sol.
Iwein 6567.
a)
unpersönlich: ahd. alsô demo geskihet demo diu ubermuot chumet. Notker ps. 35, 12; nhd. als den jüden geschach, da Christus auff erden gieng. Luther 3, 204ᵇ; dir geschehe wie du gegleubt hast. Matth. 8, 13; herr, antwort Reichart, im geschee wie es euch gefelt. Aimon S 1;
dasz im wie seinem herrn geschach,
sein leben must er enden.
Uhland volksl. 438, 33.
b)
mit pronominalem subject: ahd. waʒ imo gescehen sol in enero werlte. Notker ps. 51, 8; was ir geschehen bei dem see sei. Tristrant 196, 8 Pfaff; was einem zu gut geschicht, das schreibet man in staub, geschichts zu leid, so schreibet mans in stein. Lehman flor. 1, 924, 24; unde enmochte ime daʒ nit geschen. Limb. chron. 62, 8 Wyss;
darumb ist uns geschehen das.
fastn. sp. 438, 5;
sind sehr fräszige fisch, also dasz jnen offtermals ir magen ausz groszer begierd nach dem raub in den rachen oder maul herausz fellet. solches geschicht auch etlichen andern fischen (findet bei ihnen statt). Gesners fischbuch von Forer 15ᵇ.
c)
mit abhängigem satze: ahd. dero arinne (adlerweibchen) keskihet fore altero, daʒ iro oberer snabel den niderun sô uberwahset, daʒ sie in ûf intuon ne mac sih ze geazenne. Notker ps. 102, 5;
eʒ geschach mir, ...
daʒ ich nâch âventiure reit.
Iwein 259;
es geschieht mir wohl, dasz ich im traume .. meine eigene persönlichkeit verliere, eine ganz andere person .. vorstelle. Klinger 12, 216.
d)
mit inf. und ze, es fügt sich, dasz ich ..., mein schicksal ist zu ..., ich musz, ein dem mhd. eigener sprachgebrauch, vgl. mhd. wb. 2², 113ᵇ. gramm. 4, 109:
daʒ mir ze lîdenne geschicht.
Iwein 7855;
(eine frouwe) nâch der ze rîten im geschach.
Parz. 256, 16;
dô Briseida gesach,
daʒ ir ze rûmene geschach
die stat dâ sie inne was geborn.
Herbort von Fritslar 8332;
mit persönlicher construction:
er hât es wol begunnen
daʒ er ze lobenne sol geschehen.
Erec 1292;
(dîn vater) der mir ze sehen aldâ geschach.
Parz. 496, 24.
e)
mit benanntem subject: ahd. iro chinden geskihet diu trunchenî. Notker ps. 35, 9 Wiener hds.; fride giskehe dir, Jerusalem. 121, 7; mhd.
si quot (sagte), daʒ si ne mohte ûf gestên,   ir wâre diu suht gescehen.
fundgr. 2, 46, 11;
(die lämmer) dei eine varewe gehabeten,   Labane dei geschâhen (zufielen).
2, 44, 44;
als im daʒ ampt dâ geschach.
Ludw. kreuzf. 211;
geschê uns daʒ gelucke,
daʒ wir mit siheiner wîs
bedwungen daʒ paradîs.
Lamprecht Alexander 6639 Weism.;
daʒ mir geschie
dane vorder niemer mêre
frowede, gût noh êre.
1419;
lât mir nâch mîme leide ein kleine liep geschehen.
Nibel. 1008, 1;
swem nie von liebe leit geschach,
dem geschach ouch liep von liebe nie.
Tristan 7, 4;
daʒ ir ie dehein ungemach
von sînen schulden geschach.
Iwein 1350;
dâ von doch manegem schade geschiht.
Tristan 9, 12;
nhd. Chariclia sprang auff die (glühende) blatte, stunde darauff eine lange weil, und geschah jr kein schad. buch d. liebe 223, 4; morgen sol euch hülffe geschehen. 1 Sam. 11, 9;
jezo geschah den Argeiern auch troz dem geschicke die heimkehr.
Ilias 2, 153.
f)
vom benehmen, ein gleichfalls dem mhd. eigenthümlicher gebrauch:
im wær diu selbe zuht geschehn (er hätte sich ebenso als ein mann von feinen sitten benommen),
diu dâ iu eime geschach.
Iwein 130;
daʒ im diu schande wære geschehen (dasz er sich entehrt hätte).
Erec 829;
sît dir diu tôrheit sî geschehen (seit du so thöricht gewesen bist).
Konr. v. Würzburg troj. kr. 26505;
ob im diu untât geschiht.
Mai u. Beafl. 32, 11;
wie ist dir hiute sus geschehen (warum benimmst du dich so).
Diemer ged. d. 11. u. 12. jahrh. 74, 21;
hêrre, sît iu sus geschach (da ihr so verfuhrt),
daʒ ir den künec gelastert hât.
Parz. 293, 30. 708, 2;
vil sinneclîchen im geschach (er benahm sich klug).
Hartmann Gregor. 1932.
g)
mit adverbien, vgl. gramm. 4, 932: ahd. êwigen itewiʒ (opprobrium) cab er in, wanda sô scantlîcho anderen ne gescah. Notker ps. 77, 66; mhd.
unrehte geschach dem wîbe.
Parz. 139, 22;
darum dem Orrilo nicht unrecht auch geschicht,
wann ein und ander held zugleich mit jhm jetzt ficht.
Dietr v. d. Werder Ariost 15, 49, 3;
und geschach jm recht. 2 Macc. 13, 8;
volge dînen vriunden:   sô mac dir wol geschehen.
Nibel. 1086, 3;
hat er kein kind nicht sollen sehn,
so ist ihm ja so wol geschehn,
dasz ihn einst keines dürffte thauren.
P. Fleming 318;
ei, dasz dir nimmer gut gescheh!
Wolfh. Spangenberg glückswechsel 873 neudr.;
dâ von ist leide mir geschehn.
Parz. 258, 6;
übel müeʒe mir geschehen.
Walther v. d. Vogelweide 56, 31;
es ist uns übel geschähen, das wir umb einen söllichen burger sind kommen. Maaler 171ᵈ; ahd. demo geskihet wirs (schlimmer). Notker ps. 118, 71;
wiewol so weh dem nagel geschicht
als dem loch, darein man jn richt.
Fischart pod. trostb. 681 Sch.;
es geschiehet ihnen trefflich wehe. Simpl. 1, 4, 26, 444;
ich wæn in an der verte   nie sô samfte geschach.
Nibel. 1600, 4;
Luciper geschach so haisz,
das im u. s. w.
von der helle krieg 22, Germania 6, 303;
dasz nicht durch ihn oder seine amptleut etwa jemand zu kurz geschehe. Luther br. 2, 174; diesem geschähe zu kurz. 658, s. theil 5, 2830; der könig sprach, was haben wir Mardachai ehre und guts da für gethan? da sprachen die knaben des königs, es ist jm nichts geschehen. Esther 6, 3; nichts böses, keine strafe, kein schade u. s. w.: nun hett Mercurius dem Ulixi ain bluͦmen geben .., darumb mocht jm (bei der Circe) nüt geschehen. Keisersberg schiff der pen. 69ᶜ; es geschihet euch ja umb eurer hurerei willen nichts. Schuppius 198;
so lang ihn der beschützt,
kann ihm am leben nichts geschehen.
Wieland Oberon 3, 26;
gar wunderseltsam ihm geschah.
Bürger 1, 204.
elliptisch, von einem seltsamen, unerklärlichen vorgange oder zustande:
peit, freunt, wie ist den zweien (geldmünzen) geschehen?
mich dunkt, wie sie kupfrein sehen.
fastn. sp. 272, 22;
ich armes meidlein klag mich ser,
wie will mir nur geschehen!
Uhland volksl. 135, 1;
ohne zu wissen, wie ihr geschicht. Liscov 725;
wenn die rosen wieder glühen,
weisz ich nicht, wie mir geschieht.
Göthe 1, 64.
6)
gleichsam als passivum zu thun, machen und verwandten verben,
a)
gethan, ausgeführt, vollbracht, erfüllt werden:
ein gruoʒ sô rehte schœne von künege nie mêr geschach.
Nibel. 1746, 4;
eʒ geschach von frauwen
und von weibes fürwicze,
alʒ noch geschichet vil dicke.
Keller erzähl. aus altd. hdss. 210, 13;
vergiftig piʒʒ, die von slangen oder von töbigen hunden geschehent. Megenberg 322, 21; wann kirwyhen sint in demselben gericht, was dan von spieler und kegelschieber gescheen will, das moisz mit der drier herren (des orts) erlaubunge sament gescheen. weisth. 2, 208 (von 1482); geschee aber sollicher fridebruch von eim lantman. Straszb. verordn. 23 Brucker (15. jahrh.); herrliche thaten, die von jm geschahen. Luc. 13, 17; dein wille geschehe, auff erden wie im himel. Matth. 6, 10. Luc. 11, 2, ahd. dîn wille giskehe in erda fone mennisgen, alsô in himile fone den engilen. Notker catechism. in Müllenhoff-Scherers denkmälern³ 256; o das meine bitte geschehe (erfüllt werde). Hiob 6, 8;
vielleicht geschicht mein wunsch.
Günther 991;
wan ein gift (schenkung) uber erb und liegende gueter geschicht, so sollen dieselbige auf freier straszen under dem himmel vor dem grundtrichter und scheffen gescheen. weisth. 2, 308 anm. (von 1517); wer semlicher getäter einen vohet .. und darumb ziemlich schencke begeret, dem sol nach erkenntnisz der rete schenck gescheen. Straszb. verordn. 28 Brucker (15. jahrh.); newe stricke, damit nie keine erbeit geschehen ist. richter 16, 11; die beschneitung nach dem fleisch, die mit der hand geschicht. Ephes. 2, 11; geschach ein abred zwischen köniklicher wirden (persönlich wie majestät) von Boln (Polen) und dem marggrafen. Wilwolt v. Schaumb. 47; so sagt her Eberhart, die bedingung (des turniers) wer dem spiegl am negsten zu treffen geschehen (gemacht worden). 65;
nu chöndin rauber nicht beleiben,
hieltins unter enander nicht
daʒ geseczt (gesetz), daʒ zwüschen in geschicht.
Wittenweiler ring 28ᵈ, 30;
gebieten, das den brieffen und gepotten des apostolischen stuls und seiner legaten .. nicht folge geschehe. Luther 8, 698, 20 Weim.; so diesem mittel nicht folge geschicht. briefe 1, 208; es geschach ihm lauter gewalt und unrecht. Schuppius 278;
gewalt geschieht dem vater.
Schiller XIV, 354 (Tell 3, 3);
mir ist alle eer und zucht von dir geschähen. Maaler 171ᵈ; an solcher grewel stat lereten sie die gauckelsünde, so wider jr lügengesetze geschehen waren. Luther 5, 236ᵇ; die erlösung, so durch Christo Jhesu geschehen ist. Römer 3, 24; deren meldung geschicht 2 chron. 12, 9. Schuppius 108; dieses mannes geschieht in dem buche nirgends erwähnung; alle diese beschreibungen und erzählungen geschahen mit heitrem und beruhigtem gemüth. Göthe 24, 29; um das gespräch noch länger fortsetzen zu können, das von beiden theilen nicht ohne richtung geschah. 310; ich dachte doch, ihm wären von verschiedenen orten anerbietungen geschehen. 17, 7; schreibe ihm, dasz keine schritte geschehen. 371;
ich thue es nicht!
mit meim willen es nicht geschicht.
Wolfh. Spangenberg glückswechsel 946 neudr.;
ein ding veränderen kan leicht geschehen, aber verbesseren ist fährlich und müszlich. Henisch 1531; was du wilt das man dir thun sol, das soltu einem andern auch thun .. was dir nicht sol geschehen, das solt du auch keinem andern zu geschehen verstatten. Schuppius 23; was heut nit geschicht, geschicht morgen vil weniger. S. Frank spr. 2, 171ᵃ;
was heute nicht geschieht, ist morgen nicht gethan.
Göthe 12, 16 (Faust 225 Weim.);
genug ist dem gesetz
geschehen.
Schiller XIII, 396,
vgl.dem gesetz genug thun. 484;
er kann mir nicht mehr trauen, — so kann ich auch
nicht mehr zurück. geschehe denn, was musz.
XII, 236 (Wallenst. tod 1, 7).
b)
beim aussprechen eines befehls: denn so er spricht, so geschichts. ps. 33, 9;
sprich nur ein wort, ach! so geschichts.
Günther 62;
mhd. sie vielen alle an einen muot
daʒ sie eʒ gerne wolden sehen.
der keiser sprach: 'nu sî geschehen!' (gut, so seis!)
herz. Ernst 1634;
in der antwort des gehorchenden (untergebenen): Wild zu Götz. nun ja! soll geschehen. Göthe 8, 142;
und jener (Fridolin) spricht: 'es soll geschehn.'
Schiller XI, 251;
Buttler. es soll geschehn, mein feldherr.
XII, 321.
c)
von lebhafter handlung in theaterstücken: wenn das publikum fragt: was ist denn nun geschehen? und mit einem höhnischen nichts sich selbst antwortet, so frage ich wiederum: und was hat denn das publikum gethan, damit etwas geschehen könnte? Lessing 7, 451;
director. besonders aber laszt genug geschehn!
man kommt zu schaun, man will am liebsten sehn.
Göthe 12, 11 (Faust 89 Weim.).
7)
das part. praet. geschehen, vor sich gegangen, gethan, vollzogen, insbesondere zur bezeichnung des vollendeten, abgeschlossenen, abgethanen.
a)
adjectivisch: diu schrift von den geschehen dingen (gesta Romanorum). Megenberg 265, 25; nach geschehener arbeit ist gut ruhen. Aler 912ᵇ; dieses recht gründete er auf die ehmals geschehene einwilligung selbst protestantischer stände. Schiller VIII, 136; jede nach dem datum dieses friedens von den protestanten geschehene einziehung sowohl mittelbarer als unmittelbarer stifter. ebenda; bei dem Dante hören wir die geschichte als geschehen, bei ihnen sehn wir sie als geschehend. Lessing 12, 192.
b)
substantivisch:
sie sahn das geschehne,
doch das geschehende nicht.
Klopstock Mess. 11, 526;
dasz man das geschehene sich eher gefallen läszt, als dasz man in ein noch zu geschehendes einwilligt. Göthe 17, 381; bis zuletzt entscheidung eintritt und das geschehene wie eine gottheit angestaunt wird. 56, 133.
c)
als schluszformel in amtlichen schriftstücken, protokollen u. s. w., z. b. so geschehen zu Leipzig. Rädlein 363ᵃ, an stelle des früher üblichen lat. actum: actum uff aftermontag nach Bartholomei apostoli anno domini 1488. Klüpfel urk. z. gesch. d. schwäb. bundes 1, 36. 171; ordnung der Strubfergen (schiffleute auf der Strub), geschen (aufgestellt, errichtet) an pfinztag (donnerstag) nagst vor aller heilingtag anno 1456. östr. weisth. 6, 46, 23; ähnlich beschlieszt Luther die schriftliche eintragung eines bibelspruches in eine hauspostille mit den worten: Martinus Luther doctor 1546 geschehen am 7. tag februarii. werke 8, 386ᵇ.
d)
als abschlusz eines abschnitts in der erzählung und ruhepunkt:
sy fuͦrent hin, dis was geschehen.
Dioclet. 6324.
e)
mit betonung, dasz sich etwas wirklich, thatsächlich ereignet hat: das seind keine mährlein, sondern sachen so gewisz geschehen sein. Krämer 541ᵇ;
si sprach: dise bosheit ist geschicht (thatsache).
Liliencron volksl. 1, 208, 116, vgl. 209, 161;
ich sag es nicht für mich;
es sind geschehne sachen (thatsachen).
Lessing 1, 115;
bei dankender ablehnung eines anerbietens, einer einladung u. s. w.: ich nehme es als geschehen an, ich danke ihnen, vgl. die mhd. höflichkeitsformel:
daʒ sol geschehen sîn.
rosengarten 278,
es ist so gut, als ob es schon geschehen wäre.
f)
das geschehene ist nicht wieder ungethan, nicht wieder rückgängig zu machen, ist unwiderruflich vorbei, abgethan:
eʒ ist geschehen unt sî geschehen.
Frauenlob spr. 115, 5;
was geschehen ist, ist geschehen. S. Frank sprichw. 2, 115ᵃ; was geschehen ist, das ist geschehen, gott enderts selbs nicht. Henisch 1531, 62; was geschehen ist, ist geschehen! man musz sich in die zeit schicken. Weisze kom. op. 1, 183; geschehen ist geschehen. Lehman flor. 2, 131, 46; ists versehen, so ists geschehen. Henisch 1531; zu geschechnen dingen sol man allzeit das best reden. rollwagenb. 136, 8 Kurz. S. Frank spr. 2, 115ᵃ; geschehene ding soll man zum besten wenden. Lehman flor. 1, 298, 1; geschehen ding leiden keinen raht. Henisch 1531.
g)
es ist um ihn oder mit ihm geschehen, wie es ist um ihn gethan theil 11, 449, es ist aus mit ihm, er ist verloren, actum est de aliquo, de aliqua re, c'est fait de nous Rädlein 363ᵃ: geschehen sein, aus sein. Dasyp. E 6ᵃ; es wer um Carthago geschehn. Schöfferlin Livius 162ᵇ; es ist bald um einen christen geschehen, das er in versuchung fellet und drinnen stecken bleibet. Mathesius Sar. 114ᵇ;
geschehn! es ist geschehn! mein könig, nicht um dich:
nein! nein! ach leider nein! es ist geschehn um mich!
A. Gryphius (1698) 1, 327;
nunmehr ists um mich geschehen,
weil ich dich nicht mehr kan sehen.
2, 69;
pfaffe, jetzt ists um dich geschehn!
Schiller XII, 38 (Wallenst. lager 8. auftr.);
sie sprach zu ihm, sie sang zu ihm,
da wars um ihn geschehn.
Göthe 1, 186;
ists um den geschehn,
musz nach andern gehn.
1, 249;
da wäre es denn um uns alle geschehen gewesen. 24, 254. 14, 220; dasz es von diesem augenblick an um seine ruhe geschehen war. Wieland Lucian 4, 53; um sein glück ist es geschehen;
warheit kan nicht jeder hören: Clölia kan keine sehen;
um den spiegel, der ihr weiset, dasz sie schwartz sei, ists geschehen.
Logau zugabe 41;
(wer zusehen will) bis es um gibel schon und höchstes dach geschehn.
A. Gryphius 1, 13.
mit einem geschehen sein: wenn ein fürst jedermans gunst und das gemeine gebet verleurt, so ists mit ihm geschehen. Henisch 1531; es ist geschehen mit uns. Krämer 542ᵃ; es ist mit dem krancken, mit der gemeind geschehen. Aler 912ᵇ; denn wenn er seinen sohn nicht wieder erhält, so ist es mit meiner erhaltung geschehen. Lessing 3, 35.
geschehen n
Fundstelle: Lfg. 9 (1892), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 3845, Z. 32
subst. inf. des vorigen: mhd. diz geschehen heiʒet ein übernâtiurlîcheit. mystiker 2, 674, 29; ein geschen, geschehen, geschechen, historia Dief. 279ᵃ; das geschehen, d. i. das dasein, vor welchem ein nichtsein des gegenstandes vorher geht. Kant 2, 590;
wie aller fäll' erfolg an einer kette hänge,
und wie sich ihr geschehn so ordentlich vermenge.
Günther 517.
Zitationshilfe
„geschehen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/geschehen>, abgerufen am 05.12.2019.

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