Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

gescheibelt, part. adj.

gescheibelt, part. adj.
rund, kreisförmig: also ist das künigreich (Böhmen) umbgeben von Teutschen und ist gescheibelt. städtechron. 3, 167, 30 (Nürnberg, 15. jahrh.); Melos ist ein gescheibelt rotunde insel. S. Frank weltb. 19ᵃ; der fuͦsz ist unden gescheiblet wie ein groszer deller. 197ᵇ; haben breite angsicht, gescheibelte augen, nider getruckte nasen. 207ᵃ; die mit einem unaufhorenden eifer zu bauen brinnen, item verkeren das rund in die vierung, itzt das viereckt in das gewelbt und gescheibelt. mor. encom. 34ᵇ; mundartlich gescheubelt, vgl. Schm.² 2, 358 unter scheuben: das d mit dem athem eines runden gescheubleten mundts. V. Ickelsamer a 8; das o ein runder gescheubleter buchstab, dann in seiner nennung wird der mund gescheubelt und rund geformieret. c 1.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1892), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 3845, Z. 78.

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Zitationshilfe
„gescheibelt“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/gescheibelt>, abgerufen am 07.12.2021.

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