Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

geschichtchen, n.

geschichtchen, n.,
dimin. zu geschichte, kleines interessantes ereignis, vorkommnis, sowie die erzählung davon: den kolossalen kopf eines Jupiters, der uns das lustigste geschichtchen (mit der anbetenden katze) veranlaszt hat. Göthe 27, 245; dagegen erzählt man von ihnen manches erpressungsgeschichtchen. 43, 54; manches heitere geschichtchen aus seiner studentenzeit. Eckermann gespr. 1, 109; ein geschichtchen, das einmal zu Delphi begegnet ist. Wieland Lucian 6, 43, ein altes lesbisches geschichtchen 45; seine geschichtchen erdachte und erzählte er im nämlichen augenblick. J. Paul uns. loge 1, 144; da immer ein geschichtchen das andere hervorruft (bei der unterhaltung). Göthe 25, 346; er kann ein geschichtchen davon erzählen, er hat erfahrungen darin gemacht. Wander 1, 1594; von kleinlichem, boshaftem klatsch: er weisz alle geschichtchen der nachbarschaft. Adelung 2, 600.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1892), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 3857, Z. 20.

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Zitationshilfe
„geschichtchen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/geschichtchen>, abgerufen am 29.11.2021.

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