Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

geschichtschreiber, m.

geschichtschreiber, m.
der die geschichte eines landes oder volkes, von künsten, wissenschaften u. s. w. schreibt: geschichtschriber, historiographus Dief. 279ᵃ (voc. von 1414), geschichtschreiber voc. von 1433 in Mones anzeiger 8, 251ᵇ. Brack 33ᵃ, gschichtschreiber Maaler 195ᵇ; geschichtschreiber nennt sich der verfasser der geschichten und taten des Wilw. v. Schaumburg 203; wie alt geschichtschreiber, Lateiner, Kriechen schreiben. Aventin. 4, 142, 9 Lexer; ihrer fürnembsten geschichtschreiber einer, Gratianus genant. Flacius Illyr. ankunft d. röm. reichs 55; ihm (Heinrich I.) wird von den geschichtschreibern dieser löbliche spruch zugeschrieben. Zinkgref apophth. 1, 15; nicht wissende, dasz ein gescheuter dichter von einem geschichtschreiber in den meisten dingen sich durch nichts anders als die redensart etc. unterscheiden kan. Wernikens poet. vers. 12; glaubwürdige geschichtschreiber. Lessing 10, 52; was Voltairen zum romanhaften geschichtschreiber macht. ebenda; von den besten geschichtschreibern neuerer zeit und des alterthums. Schiller III, 63; mit der historie getraue ich mir bald fertig zu werden, denn ich bin nicht sein (Fieskos) geschichtschreiber. IV, 350.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1892), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 3867, Z. 63.

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Zitationshilfe
„geschichtschreiber“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/geschichtschreiber>, abgerufen am 28.11.2021.

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