Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

geschicklein, n.

geschicklein, n.
1)
dimin. zu geschick, insbesondere bergmännisch zu geschick II, 6, c, erzader: die kleinen äderlein in den bergen, so sich von groszen herunterziehen, die heist man geschicklein. Veith 230 (von 1687); edle geschicklein. Löhneisz 24; denn erfarung gibt, das selten ein gang alleine was sonderlichs thut, es müssen aufs wenigst geschicklein oder kleine splitterlein oder ederlein darzu stechen. Mathesius Sarepta 34ᵃ; freilich ist es recht, wie christliche bergkleut pflegen zu reden, wenn gott ein geschicklein lesset überkommen, so wird der gang veredelt. hist. Christi (1579) 2, 80ᵃ; mit anklang an gottes geschick I, 1: wenn nicht gottes geschicklein zum gange felt, so bricht und bestehet kein ertz. Sar. 20ᵃ.
2)
schweiz. geschickli, dimin. zum masc. schick, kauf, tausch, handel, besonders ein vortheilhafter. Stalder 2, 315, ferner ein landgütchen, gschickli Gotthelf Uli d. pächter 76, gschik, villa, praediolum Schmidt idiot. Bernense bei Frommann 3, 83ᵇ, der schick, landgut Stalder a. a. o.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1892), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 3876, Z. 28.

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Zitationshilfe
„geschicklein“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/geschicklein>, abgerufen am 06.12.2021.

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