Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

geschlutter, geschlütter, n.

geschlutter, geschlütter, n.,
vgl. geschläder.
1)
schwäb. geschlütter, schnee- und regenwetter im winter Schmid 469, ostfries. gesludder, anhaltendes schmutzwetter ten Doornkaat-Koolman 1, 617ᵇ, bair. geschlött, geschlutt, n. schlamm, kot, thauwetter, coll. zum gleichbedeutenden fem. schlott, schlött, schlutt, ahd. mhd. slote Schm.² 2, 538, schluett, f. lache, pfütze 539, bair.-schwäb. schluder, m. schlamm, morast Delling 2, 137. Schmid 468. vgl. geschlotter 1.
2)
weiche, schleimige masse, hessisch geschlitter Vilmar 356: geschlitter wie froschlaich. Marburger hexenprocessacten von 1657, geschlutter wie fleisch. acten von 1680, ebenda; basl. geschlüder, schmierwerk, schmieriges zeug Spreng id. raur. 202ᵃ: die metzger sollen kein geschlüder von beinen, därmen und anderem onrath in die wage legen. metzgermandat von 1692, ebenda, vgl. geschlöder 1; im Aargau gschlüder, jede halb dicke flüssigkeit Hunziker 114, schweiz. geschluder, geschlüder, unreinliche flüssigkeit, die man ausgieszt, dann unschmackhaftes getränk Stalder 2, 332. Seiler 150ᵇ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1893), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 3924, Z. 10.

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Zitationshilfe
„geschlütter“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/geschl%C3%BCtter>, abgerufen am 07.12.2021.

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