Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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geschlacht, adj. und adv.

geschlacht, adj. und adv.,
ahd. gislaht, mhd. geslaht, heute nur in oberd. mundarten, sowie in ungeschlacht erhalten. comparation mit und ohne umlaut: geschlächter H. Sachs 4, 2, 79ᵇ. Mauriceau 310, geschlechter Tucher baumeisterb. 71, 10. Kiechel 348, geschlachter Stumpf (1606) 7ᵃ. Zimm. chron. 3, 76, 2, geschlachtest Hohberg 2, 586ᵃ. abgeleitet vom ahd. slaht, n. genus Graff 6, 779, vgl. geschlecht, n.
1)
durch das geschlecht angestammt, von natur und art eigen, angemessen, gemäsz, mit dativ: ahd.
ubilboum birit thaʒ,   thaʒ imo ist io gislahtaʒ.
Otfrid 2, 23, 15;
kesundida unde siechi sint keslaht tien corporibus. Graff 6, 781;
im nis von geborde
solich êre niht geslaht.
Eneit 121, 33;
daʒ was im niht geslaht
von vater noch von muoter.
Parz. 414, 6;
swende alsô den walt,
als dir von arte sî geslaht.
Winsbeke 20, 6;
ir tut, als eu wol ist geslaht.
Renner 1630;
diz cleit enwær im niht geslaht.
Konr. v. Würzburg troj. krieg 3124;
ich wil ouch unz an mînen tôt
von wîʒen semeln eʒʒen brôt:
haber der ist dir (dem bauer) geslaht.
meier Helmbrecht 479.
2)
demselben geschlecht, derselben familie angehörig, noch vorliegend in ungeslaht, nicht aus demselben geschlecht:
(Isaac) gebot joch bat in (Jacob) mit minnen,
daʒ er niene gehîte (heiratete)
zuͦ deheinem ungeslahten wîbe.
Diutiska 3, 75, fundgr. 2, 40, 32
(vorher daʒ Iacob ûʒ deme chunne gehîte);
von derselben art, gleichartig, zusammen passend: (vom teufel, der sich ein altes häszliches weib nimmt)
es wirt ein gschlachte hairat wern,
man spricht: gleich und gleich gsell sich gern.
H. Sachs fastn. sp. 76, 94 Götze.
3)
aus edlem geschlecht, edelgeboren, vgl. geboren II, 7, a, γ sp. 1646 und art 1 theil 1, 569:
der getriuwe Tînas
von art edel und geslaht.
Heinr. v. Freiberg Tristan 4341;
der in adele ist wol geslaht.
minnes. 3, 62ᵇ v. d. Hagen;
das du mir müssest geben
die junkfraw so geschlacht.
hürn. Seufr. str. 63.
bildlich von dem jugendlichen Friedrich II. und dem Staufergeschlecht:
nu merket wie diu wurze geslaht
in kurzer vrist von gotes kraft
sîn schüʒʒelinge geschoʒʒen habe:
dâ der boum vellet abe
der ân geslahte wurze ist,
dar sol wachsen zaller vrist
diu geslahte gerte guot.
wälscher gast 10575.
4)
geartet, beschaffen, im allgemeinen:
aus elementen, die da sein edler geslacht,
als die stern und die planeten geheur,
die sein gemacht aus rainem feur.
Vintler 7105 Zingerle;
gestaltet:
vornen am kopf war er geschlacht
wie man die bösen geister macht.
froschmeus. 1, 2, 2.
5)
von guter art.
a)
anknüpfend an nr. 3, edel, von natur oder durch die kunst des gärtners, veredelt, von bäumen und kräutern, im gegensatz zu den wilden:
wiʒʒet, daʒ ein krût geslaht
wirt dicke von eins dornes kraft
verdruht.
wälscher gast 13115. 13124;
ein beumlein zart,
geschlachter art,
von edlem stamm.
Georg Forster frische liedlein (1539) 1, nr. 27;
er soll keinen fruchtbaren geschlachten baum auff den gütern abhawen ohn des lehenherrn vorwissen. Lennep lands. 2, 16 (von 1571); wann ein baum so an ihm selbsten ohnfruchtbar ist, doch so man ihn impffet und pfropfet, wird er geschlacht und fruchtbar. anm. weish. lustg. 86;
(er hat) dem stammen deine zweig hingegen eingepfropfet
und ganz geschlacht gemacht.
Rompler 88;
was creuter in dem maien abgenomen werden, als selvei, peterlein, polei, dy also geschlacht und edel sein. küchenmeisterei d 1; die wilden früchte werden geschlacht und milde in gärten. Henisch 1539; wann man keinen hopfen zum legen bekommen kan, hat es wenig zu bedeuten, dasz man des wilden hopfen wurzen nimmt, so wird er heimisch und geschlacht. Hohberg 2, 66ᵃ; vom geschlachten guten obstkern erwachsene wildling. 1, 409ᵃ. daher
b)
fruchtbringend, fruchtbar: geschlacht, fertilis dict. Genf 1695 139; ein geschlachter baum, der viele und gute früchte trägt Rädlein 364ᵇ; es seind eitel geschlachte beum in disem ort (Rheingau), voller guͦter frücht, nusz und mancherlei obs. S. Frank weltb. 60ᵃ; (der sturm hat) vil holz und geschlachts obspäum mit wurz aus dem poden gerissen. Widmanns Regensburger chron., städtechr. 15, 215, 26; also wirt gott nach den wercken richten .. und von früchten den baum schätzen, .. was art er sei, geschlacht oder ungeschlacht. Agricola sprichw. (1570) 218ᵃ; ist doch das korn nicht so geschlacht, wie am Rheinstrom. Tabernaemont. 590; eine geschlachte kuh, die viel milch giebt und an kälbern fruchtbar ist. Rädlein 364ᵇ.
c)
gutgewachsen, gerade, hoch und schlank, und deshalb nutzbar (Henisch 1539): so wirt das meiste holtz zu der stat nottorft alles gehawen auf der seiten in sant Lorentzen pfarre waldes, das dan vil geschlechter ist dann auf der seiten in sant Sebolts pfarre. Tucher baumeisterb. 71, 10; die landschaft der statt Heraclea hat vil hoher geschlachter bäum und gibt gnugsam materi und holz zu allerlei instrumenten und werken (hier zu belagerungsmaschinen). Rihel Livius 537; die beum sein den weiszen dannen nicht ungleich, iedoch vil zärter und geschlechter. Kiechel reisen 348; geschlachte päm. östr. weisth. 6, 131, 46 (16. jahrh.) u. ö.; die gueten zimmer- und anders geschlachtes holz sollen unnüzlich ohne sonderbar notwendige ursachen nit abgehauet werden. 1, 12, 34 (von 1637); geschlacht holz, materia enodis, recta Henisch 1539, ungeschlacht holtz, distortum lignum Schönsleder V 1ᶜ; man setzt im herbst zwei oder drei gerade und geschlachte wildling (zum pfropfen). Hohberg 1, 407ᵇ; äste, die geschlacht und glatt sind. 408ᵇ; die föhren sind auf groben sandichten und dürren gründen und an kisichten orten am geschlachtesten. 2, 586ᵃ; stammbretter sind die geschlachste (so) bretter von der tannen. Henisch 1539; noch in Mähren: gschlacht, vom holz gesagt, wenn die jahresringe gerade laufen Frommann 5, 464 (aus Iglau); auch im allgemeinen: eine geschlachte (geschlanke) gestalt. Adelung. vergl. unten l.
d)
edel, metallhaltig, in der älteren bergmannssprache:
geslaht quarz mit kuppervlinken
wandilt mit dem gange.
Germ. 1, 348ᵃ (märe vom feldbauer 158).
e)
vom boden, gut, fruchtbar, weich, im gegensatz zu unfruchtbar, steinicht, hart: je näher das land dem meer gelegen (in Thracien), je geschlachter und besser der boden ist. Stumpf (1606) 1, 7ᵃ; wann man den ungeschlachten boden geschlacht erarbeitet, damit gewinnet man auch den luft, das er geschlachter (milder, besser, s. unten h) wird. Sebiz feldbau 8; in welcher landtschafft das feldt so geschlacht und fruchtbar, dasz weder rebstock oder bäum jre bletter verlieren. Fronsperger kriegsb. 2, 25ᵃ; gutthaten, so sie in ein geschlacht fruchtbar feld verständiger, adelicher gemüter und herzen .. gepflantzet und geseet werden. Garg. 269ᵃ; der könig hett den obersten gipffel (des stadthügels), als ein überaus fruchtbarn, auch viel weichern und geschlachtern platz, denn herniden das erdreich war, dem feldbauw zugeordnet. Josephus jüd. kr. (Frankf. 1569) 149ᵇ;
einem fruchtreichen baum von guter hand gepflanzet
in wol geschlachtem grund.
Weckherlin 1 (ps. 1, 3);
vor die reben gehört ein geschlachter, mittelmäsziger grund. Hohberg 1, 331ᵃ; ein geschlachter boden, ein guter weicher boden, in welchen das wild gut eingreifen und die fährte wol ausdrucken kann Adelung, noch rheinisch und schwäbisch vom ackerboden, leicht zu bebauen, nicht hart und steinicht Schmid 463. v. d. Nahmer handb. d. rhein. partic. rechts 2, 1270; gleichartig: (die erde zum ziegelbrennen) wird mit spaten und messern umgestochen und zerhacket, damit die erde noch geschlachter werde und alle darunter befindliche steinlein, wurzeln und anderer unrath heraus kommen möge. öcon. lex. (1731) 2761.
f)
fein, gut, vom faden:
ûʒer vlahse dræjen
vil manigen vaden vil geslaht.
Konr. v. Würzburg troj. krieg 871;
vom tuch: geschlachtes wullen gewand, feines, gutes wollentuch, im gegensatz zu loden und grobem, zottichtem tuche Schm.² 2, 500. 941; die woll zu allem geschlachten gewand chompt aus seinem land (England). cod. germ. mon. 570, f. 201ᵇ ebenda; von dem geslahten gewant, unterschieden vom grawen. Nürnb. pol.-ordn. 161 Baader; die geschlächten und geferbten tuecher im gegensatz zu loden und leinwat. östr. weisth. 6, 114, 32 (v. 1603); geschlachtes tuch. 220, 21.
g)
fein, schön überhaupt:
ouch hette er einen turn gemaht
ûʒ marmelsteine vil geslaht.
Konr. v. Würzburg troj. krieg 17454;
kain edlers oder geschlachters wiltpret. Zimm. chr. 3, 76, 2;
und wenn so e pfîfli recht gschlacht soll blibe.
Hebel epist. an pfr. Güntert 33.
h)
mild, gelind, vom regen, wetter, klima, vgl. 5, e und 6, b:
geschlachten regen auch vermisch,
Sanct Urban!
damit der weinstock sich erfrisch.
Ditfurth fränk. volksl. 1, 62;
geschlachtes wetter, tempestas placida, tranquilla Aler 914ᵃ; geschlachte witterung, tempestas bona Denzler 130ᵇ, noch schwäbisch Schmid 463; wenn ein guter geschlachter herbst ist. Döbel jäg. 3, 179ᵃ;
dann Teutschland war alwegen rauch,
Franckreich viel besser und geschlechter ist.
Frischlin Julius rediviv. 111.
i)
sanft: ein geschlachter weg. Schmid schwäb. wb. 463.
k)
weich, mürbe, zart von geschmack: geschlachtes kraut, olus tenerum Frisch 2, 185ᶜ; geschlachter apfel, mite pomum Aler 914ᵃ; geschlachte rüben, weiche, geschlachtes fleisch, mürbes Adelung; im Grabfeld, mürbe, vom obst Reinwald 2, 50, schweizerisch, von fleisch und obstfrüchten, selbst vom wein, wenn er allmälich das herbe verliert Stalder 2, 321, schwäb. eine geschlachte birn Schmid 463.
l)
weich und deshalb gut zu bearbeiten: geschlachtes holz, materia facilis Henisch 1539. Delling 1, 212. vgl. oben c.
m)
geschmeidig, nachgebend, von der haut des menschen: die gar magere kann ihre theile auch anfeuchten mit schmieren von gedachten ölen und fetten, um dieselben schlüpfriger und geschlächter zu machen. Mauriceau 310; von der haut des rindviehs, sich weich, sanft anfühlend, henneb. Spiesz 76; geschmeidig, vom leder Rädlein 364ᵇ, henneb. Reinwald 2, 50; schwäb. gschlacht, biegsam, glatt, von weidengerten, schlanken zweigen Schmid 463.
n)
schweiz. gschlacht, geneigt zum fettwerden Stalder 2, 321. Hunziker 114.
6)
in bezug auf charakter und feine sitten.
a)
artig, umgänglich, feingesittet, manierlich, im gegensatz zu grob, roh, tölpisch: geslacht als ein seuberlich mittelmeszig mensch ist, elegans voc. 1482 m 4ᵃ; geschlacht, frugi, tractabilis Alb. rr 2ᵇ; geschlacht, guͦt ze handlen, guͦt mit umzegon Maaler 172ᶜ; geschlachter mensch, commodus homo. ebenda;
ob dînem tisch dâ bis geslaht.
minnesinger 3, 350ᵇ v. d. Hagen;
weil du selb nit bist gschlachter art,
sonder tölpisch mit werk und wort,
ungeschickt, grob an allem ort.
H. Sachs 5, 3, 410ᵇ;
die ruten treibt sie (thorheit) ausz mit schmertzen,
dasz er (knabe) wird züchtig und geschlacht,
ihn sittlich und leutselig macht.
5, 1, 189ᵃ;
dardurch von grobheit er erwacht,
wirt denn auch artig und geschlacht,
als denn gebüert eins königs sun.
3, 2, 234ᵃ;
wie er mit dem kolfeur geschlacht (vorher fein sitlich)
das alt mennlein hat jung gemacht.
4, 3, 70ᵇ;
alda hat er durch guete vormunder .. seine hendel so geschlacht und glimpfig furgeben, das in der kaiser .. restituirt. Zimm. chr. 4, 95, 19; noch schweiz. geschlacht, artig, umgänglich Stalder 2, 321; ironisch: wirfft er (der mann) jhr (der frau) schon alles im hausz nach, so ist es jhr, als schiesz ein Spanier streuszlin und roswassereier nach jr .. und (sie) gewonet also gar seiner geschlachten art, das jhr das schwer leicht wird. Garg. 71ᵃ; er ist ein geschlachter gesell, ein geschlachtes bürschle, homo intractabilis, durus, monitoribus asper Aler 914ᵃ; von kupplerinnen, 'artig': Crobylus, welcher zwo solcher geschlachten matronen in seinem hause gehalten. Garzoni schauplatz 695ᵃ.
b)
sanft, mild, gütig, vgl. 5, h—l:
der (tyrannische) könig wurd erweicht in güt
und gewann ein geschlacht gemüt.
H. Sachs 4, 2, 79ᵃ;
und thet auff weiszheit sich begeben,
dasz er zum theil geschlächter wur (wurde).
79ᵇ;
das thu, bisz du sie (das böse weib) machst gutwillig,
geschlacht, ghorsam und unterthan.
3, 3, 33ᵈ;
gib jr (frau) manchen schweren streich,
dasz sie werd mürb, geschlacht und weich.
Scheidt Grobianus P 4ᵇ;
die philosophia (kann) ... durch süszigkeit jrer lehren dermaszen ... erweichen, das sie gegen einander holdseliger, sanfftmütiger und geschlachter sich ergeben. Fischart ehz. 2;
(ein weib) die jr gleich erstlich nicht kan moszen,
und mit der zeit doch wird geschlacht.
6;
ist aber einer noch rösch, ungehobelt, hartnäckicht, den kan das podagram in einem tag so gelind und geschlacht machen, dasz er sich liesz umb einen finger wickeln. Philander 2, 502; schweiz. und schwäb. von sanfter gemütsart, gutmütig Stalder 2, 321. Tobler 241ᵇ. Schmid 463.
c)
übertragen auf thiere und leblose gegenstände, freundlich, zahm:
(der löw hielt) bei im wacht
so gantz freundlich, zam und geschlacht.
H. Sachs 4, 2, 58ᵇ;
dasz sie (die löwen) sich aber etwan sehr geschlacht gegen den menschen erzeigen, davon sind viel exempel vorhanden. Heyden Plinius 120; wolgeartet: wann die gluckhänne von natur gut und geschlacht ist, d. h. ihr nest nicht verläszt. Sebiz 105; gelassen, ruhig:
zuͦ zämen die wasser und flüsz,
das sie geschlacht und folgig werden.
Fischart schiff 23, dicht. 2, 180, 23 Kurz.
d)
rechtschaffen: geschlacht mann, probus vir Henisch 1539; ein tugendlicher und geschlachter man. Wickram rollw. 91ᵇ; es seind ettliche fein, freundtlich, geschlacht, trew und sehen nit gern wenn es unerbarlich zuͦ geht. Alberus ehbüchlin F 1ᵃ.
e)
brauchbar, geeignet, tüchtig:
so werd er weis,
zu allen dingen gschlacht und tüchtig.
H. Sachs 5, 1, 167ᵇ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1893), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 3896, Z. 65.

geschlacht, f.

geschlacht, f.,
verstärktes mhd. slahte, slaht, schlacht, f. (Schm.² 2, 499) geschlecht, art, rasse, s. geschlecht: die kuͦ ist einer guten geschlacht. Maaler 172ᶜ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1893), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 3900, Z. 19.

geschlacht, f., n.

geschlacht, f. n.
wasserdamm, uferbefestigung aus eingeschlagenen pfählen gebaut Birlinger augsb. wb. 191ᵇ, wie bair.-schwäb. die und das schlacht, die beschlacht, das beschlächt Schmid 463. Birlinger 396ᵃ. Schm.² 2, 498; das geschlächt um einen brunnen, hölzerne einfassung Schmeller.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1893), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 3900, Z. 22.

geschlachte, f.

geschlachte, f.,
oder gschlachtet, gekürzt aus geschlachtete, in gleicher bedeutung wie die schlachtete, schwäb. Birlinger augsb. wb. 191ᵇ. 1) mahlzeit bei gelegenheit eines für das hauswesen geschlachteten rindes oder schweines Schmid 463. 2) das davon an bekannte geschickte geschenk von fleisch und würsten. ebenda.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1893), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 3900, Z. 27.

geschlachte, n.

geschlachte, n.
das schlachten ten Doornkaat-Koolman 2, 617ᵃ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1893), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 3900, Z. 33.

geschlächte, n.

geschlächte, n.
das geschlachtete: dem probst git man .. zwo hammen von dem geslähte (de machatura). pfründenordnung des klosters Geisenfeld aus dem 13. jh. (München 1856) 414;
würste und hammen, guot geslechte
ouch in rechte
herbest birt (bringt hervor).
Hadloub in minnes. 2, 288ᵇ v. d. Hagen;
darzuo guot geslechte (bietet der wirt).
287ᵇ;
das eingeweide von geschlachteten thieren: daʒ houpt und daʒ inner geslähte (interiora quae dicuntur ingsläht). pfründenordn. v. Geisenfeld 434; es sind ze myden alle yngeschlecht von allen tieren ôn hünerlebern und hanenklölin. Steinhöwel regim. pestilentiae bei Schmid schwäb. wb. 525, s. Schm.² 2, 499; ahd. gislaihte, sicamina Mone anz. 7, 598, ingislahti, intestina 593. Dief. 362ᵇ, ingislaht, minutal, quod fit de piscibus et oleribus concisis Graff 6, 778, die vorsilbe in- wie bei ingeräth, ingeräusch, ingeweide. in Schwaben nennt man kopf, kragen, füsze, flügel und eingeweide der geschlachteten gans das gansgeschlecht Schmid 219. 525, das eingeschlecht, das eingeweide und die äuszern glieder des federviehs 160, schweiz. das ingschlächt, leber, eingeweide, füsze, dergleichen die fleischer zur vervollständigung des gewichts beilegen Stalder 2, 321.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1893), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 3900, Z. 35.

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„geschlacht“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/geschlacht>, abgerufen am 06.12.2021.

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