Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

geschliffenheit, f.

geschliffenheit, f.
1)
zustand und eigenschaft des geschliffenseins: noch weniger wollen wir den rohen diamanten deswegen herabsetzen, weil er keine glänzende geschliffenheit besitzt. H. Heine (1862) 10, 224.
2)
die schärfe, das schneidige: die stadt bediente sich seiner zum entwurfe von addressen, denn man bewunderte die geschliffenheit und lapidare wucht seines stils. Gutzkow ritter 3, 234.
3)
feines benehmen, feine sitte: geschliffenheit (politesse) und höflichkeit. Kant 7, 384; geschliffenheit und verfeinerung für die gesellschaft. 315.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1893), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 3920, Z. 68.

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Zitationshilfe
„geschliffenheit“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/geschliffenheit>, abgerufen am 29.11.2021.

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