Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

geschlotter, n.

geschlotter, n.
1)
der von dem ausgekochten salz übrig bleibende schlamm, im salzungischen salzwerk Frisch 2, 201ᶜ, coll. zum gleichbedeutenden schlotter, m., vgl. geschlütter 1.
2)
verbalsubst. zu schlottern, zitternd hin- und herschwanken, schlaff und lose niederhangen:
auffiel ihr (der ledernen hand) welk geschlotter
doch einem von der schaar.
Rückert ged. 3, 460;
schweiz. das geschlötter, der schlappe sitz weiter sackförmiger beinkleider Stalder 2, 331. in Schlesien geschlötter, liederliches gesind Frisch 2, 202ᶜ.
3)
verbalsubst. zu schlottern, den paten zur feierlichen taufhandlung begleiten: das geschlötter, das geleite der paten. Stalder a. a. o., schweizerisch.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1893), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 3923, Z. 37.

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Zitationshilfe
„geschlotter“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/geschlotter>, abgerufen am 01.12.2021.

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